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Ausgeglichenheit durch Chakra-Yoga

Begeistert vom Chakra-Yoga: Die beiden Autorinnen und Yoga-Lehrerinnen Annette Söhnlein (links) und Elena Lustig.

Bei dem Wort Chakra zucken die beiden Yoga-Lehrerinnen Elena Lustig und Annette Söhnlein bis heute etwas zusammen – denn in der Lehre von den Energiezentren des Menschen schwingt eine ganze Menge Esoterik mit. Trotzdem haben sich die beiden Frauen unvoreingenommen auf den Weg gemacht und sich von dem alten asiatischen Konzept der Chakras inspirieren lassen.

„Wir haben nach einem Weg gesucht, mit Hilfe der Chakra-Arbeit wirklich etwas zu verändern“, sagt Elena Lustig. So sind gemeinsame Yogaworkshops, Retreats und schlussendlich der große Chakra-Yoga-Band Innen.Außen entstanden. Aber was bedeutet Chakra-Yoga eigentlich?

Die Bedeutung der Haupt-Chakras

Das Wort Chakra kann aus dem Sanskrit wörtlich mit Rad, Kreis oder Scheibe übersetzt werden. Chakras gibt es überall im Körper, die sieben Hauptchakras laufen jedoch entlang der Wirbelsäule - vom untersten Punkt am Steißbein bis zur Krone des Kopfes. Miteinander verbunden sind sie durch die Hauptenergiebahn des Körpers, die Sushumna-Nadi. „Wir können uns die Chakras zum Beispiel wie einen Kreisverkehr vorstellen“, erklärt Annette Söhnlein. Ihre Aufgabe ist das gleichmäßige Rotieren und Umverteilen von Energieflüssen.

Im Yoga steht jedes Hauptchakra für ein Thema und repräsentiert eine bestimmte Qualität.

1. Wurzelchakra − Muladhara-Chakra: Stabilität

2. Sakralchakra − Svadhishthana-Chakra: Freude

3. Nabelchakra − Manipura-Chakra: Selbstvertrauen

4. Herzchakra − Anahata-Chakra: Liebe

5. Kehlchakra − Vishuddha-Chakra: Austausch

6. Stirnchakra − Ajna-Chakra: Intuition

7. Kronenchakra − Sahasrara-Chakra: Verbundenheit

Was hat Yoga damit zu tun?

Durch Yoga kann Einfluss auf die Ausgeglichenheit der Chakras genommen werden, was wiederum dem Hormon- und Nervensystem gut tut. Dazu gibt es bisher keine wissenschaftlich anerkannten Nachweise, aber Elena Lustig und Annette Söhnlein haben in ihrem eigenen Unterricht schon häufig die erstaunliche Wirkung von Chakra-Yoga erleben können. „Wir sehen glückliche Gesichter, leichte Herzen und erleben tiefe Veränderungen mit“, erzählen die beiden. Ihre SchülerInnen kommen immer wieder zu der Erkenntnis, dass Chakra-Yoga wirkt. Aber nicht nur die SchülerInnen lernen durch Chakra-Yoga viel über ihren Körper, ihr Wesen und ihre Balance, auch die beiden Lehrerinnen fühlen sich durch ihre Arbeit bereichert.

Muladhara - Das Wurzelchakra

Mula bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt Wurzel, Dhara bedeutet Stütze. Und genau darum geht es auch beim Wurzelchakra – um Erdung und Stabilität. Dieses erste der sieben Hauptchakras liegt im Bereich des Beckenbodens, zwischen Sitzknochen, Schambein und Steißbein. Es ist ein sehr intimer und verletzlicher Ort, von dem aus sich die anderen Hauptchakras bis hin zur Krone des Kopfes aufrichten. Ein ausgeglichenes Wurzelchakra gibt Sicherheit: Es ist gut und richtig, dass es Dich gibt und das Du so bist, wie Du bist. Du ruhst in Dir. Du vertraust darauf, dass die Erde Dich trägt, nährt und stärkt. Deine Grundbedürfnisse sind gesichert. Du machst Dir keine Sorgen um Deine materielle Existenz. Ist Dein Wurzelchakra unausgeglichen, fühlst Du Dich hingegen ängstlich, hoffnungslos und erschöpft.

Oft wird das Wurzelchakra auch als Stammchakra beschrieben. Es bindet uns in die Geschichte unserer Vorfahren ein. Über die Arbeit mit unserem untersten Chakra erhalten wir die Unterstützung, die wir aus der Auseinandersetzung mit unserer Stammesgeschichte, mit unserer Herkunft, ziehen können.

Yoga für das Wurzelchakra

Yoga für das Wurzelchakra bedeutet, Übungen zu machen, die Dir helfen, Deine Basis zu finden und zur Ruhe zu kommen. Durch die Wiederholungen in der Wurzelchakra-Sequenz erreichst Du  ein Gefühl von Vertrautheit. Immer wieder an einen bekannten Ort zu gehen, bekannte Wege zu beschreiten, bedeutet Gewohnheit, Sicherheit und Erdung.

Malasana - Die Hocke

Malasana, die Hocke, ist eine zentrale Haltung, wenn Du durch Yoga Dein Wurzelchakra ausgleichen möchtest. So geht‘s:

Haltung: Erde Dich gut und spüre den Kontakt zum Boden unter Deinen beiden Füßen. Die Füße stehen hüftweit, die Zehen sind leicht ausgedreht. Lass nun Dein Becken tief über Deine Fersen sinken. Lege Deine Hände vor dem Herzen in Anjali-Mudra zusammen, bringe die Oberarme an die Innenseiten Deiner Knie und drücke Arme und Knie sanft gegeneinander. So hebt sich Dein Herz, und Dein Rücken richtet sich auf. Schließe die Augen und atme in Deine Nierengegend mit langen, tiefen Atemzügen. Bleibe hier oder lege Deine Stirn auf den Händen ab. Achte darauf, dass Fuß und Knie in einer Linie übereinander stehen (Linie Mitte Fuß zu Mitte Knie), um die Knie zu schützen.

Atmung: Bleibe für fünf bis zehn tiefe Atemzüge in dieser Position und konzentriere Dich dabei auf Deinen unteren Rücken. Verbinde Deine Füße mit dem Boden unter Dir und strecke Dich ausatmend bis zu Deiner Kopfkrone und darüber hinaus. Drücke beim Einatmen Deine Füße fest in den Boden und ziehe von der Erde Kraft hoch in die Mitte Deines Beckens. Verlängere in Deiner Vorstellung mit der Ausatmung die Wirbelsäule bis in die Kopfkrone und schicke das Gewicht Deines Beckens über die Beine und Füße noch tiefer in Richtung Erde.

Hier eine etwa zehnminütige Yogasequenz, die dir hilft, das Wurzelchakra auszugleichen.

Übe in jeder Sequenz unbedingt immer die rechte und die linke Seite und atme dabei tief und gleichmäßig. Lege dich am Ende der Sequenz flach auf den Boden und entspanne.

Wenn Du unterwegs bist und Dich erden möchtest, dann probiere diesen Quickie für das Wurzelchakra aus, den Du immer und überall in Deinen Alltag integrieren kannst:

Du stehst mit den Füßen fest auf der Erde.

Deine Beine sind stark, dein Oberkörper aufrecht.

Atme tief und ruhig von den Wurzeln deiner Füße aus bis in deine Kopfkrone.

Quikie_1

Wenn Du erfahren möchtest, wie Du auch Deine anderen sechs Hauptchakras mit einem Quickie ins Gleichgewicht bringen kannst, dann klicke hier.

Fotos: Anne Smith

Innenansichten


Mehr über E. Lustig & A. Söhnlein
Bei uns erschienen
Wurzelchakra_1

Die Lage der sieben Hauptchakras: Der rote Punkt markiert das Wurzelchakra.

Wurzelchakra_2

Peak Pose beim Yoga für die Ausgeglichenheit des Wurzelchakras: Die Hocke erdet und beruhigt.

Sieben Verlage unter einem Dach - Kamphausen.Media aus Bielefeld mit den Imprints jkamphausen, Aurum, fischer&gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum sowie der Tao.Cinemathek verlegt seit über 30 Jahren Bücher in den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Psychologie. Ergänzt wird die klassische Verlagsarbeit durch die Selfpublishing Portale tao.de und Meine Geschichte. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg in seinen Talenten und seinem Bewusstsein, seinem Glück und seiner Essenz bestmöglich zu unterstützen.
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