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Ändern leben!
Vom Mut, den eigenen Weg zu gehen

Für Kirsten Pape ist der Titel ihres Buches Vom Mut, den eigenen Weg zu gehen Programm. Sie ist ihrer inneren Stimme gefolgt und hat Frieden geschlossen mit schmerzhaften Erfahrungen aus der Vergangenheit. Heute begleitet sie als Coach Menschen, die sich verändern und von emotionalen oder mentalen Blockaden befreien wollen. Wir haben mit ihr gesprochen.

Kirsten Pape ist Coach, Radiojournalistin und Buchautorin.

Frau Pape, was sind für Sie die Schlüssel, um den eigenen Weg nicht nur zu finden, sondern auch zu gehen?

Es sind vier Schlüssel, die ich für wesentlich halte:

  1. Schlüssel - Bewusstheit: Die Bereitschaft, einen Schritt zurückzutreten und wie auf einem Balkon zu sich selbst und zu den oft so überwältigenden Gefühlen und Erfahrungen unseres Lebens eine Beobachterposition einzunehmen.

  1. Schlüssel - Perspektivwechsel: Unser Blick auf das, was ist und das, was war, ist immer ein subjektiver, von bestimmten Erlebnissen und auch Konditionierungen geprägter Blick. Die gute Nachricht ist: Diese Perspektive können wir aktiv verändern! Denn wir erschaffen unsere eigene Realität in jedem Moment neu. Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, gewinnt für uns an Bedeutung. Es liegt ganz alleine in unserer Hand, ob wir zum Beispiel die Perspektive des Mangels oder der Fülle einnehmen.
  1. Schlüssel - Übernahme von Verantwortung: Was immer wir verändern wollen – wir tragen dafür selbst die Verantwortung. Oft bleiben wir, meist unbewusst, in irgendeinem Verhaltens- bzw. Gedankenmuster stecken, durch das wir uns als Opfer empfinden. Meist ist mit dieser Opferperspektive, so schmerzhaft diese Erkenntnis auch sein mag, irgendein versteckter Gewinn verbunden. Nur wenn wir wirklich bereit sind, Verantwortung für uns selbst und auch für unsere Gedanken zu übernehmen – und für die Gefühle, die diese Gedanken auslösen - kann Veränderung beginnen. Dann gehen wir einen neuen Weg.
  1. Schlüssel - Achtsame Akzeptanz für uns selbst und natürlich auch für andere Menschen ist dafür unerlässlich. Erst wenn wir etwas akzeptieren, können wir es Schritt für Schritt loslassen - in der Zeit, die wir dafür brauchen. Alles, was wir nicht akzeptieren oder verdrängen, machen wir nur noch stärker.

Wie vermitteln Sie diese Schlüssel in Ihrer Arbeit als Coach?

Ich arbeite mit vielen verschiedenen Methoden aus dem systemischen, energetischen und Law of Attraction Coaching. Als WingWave-Coach biete ich zudem eine sehr effektive Methode zur Überwindung von Stress, Blockaden und Glaubenssätzen an. Am Anfang des Coachings steht immer die Vision, das Ziel, mit dem ein Klient zu mir kommt. Die wichtigste Frage dabei lautet: Wie wollen Sie sich fühlen? Unsere Gefühle bestimmen unser Leben. Darum ist es wichtig, einen neuen, achtsamen Umgang damit zu erlernen. Manchmal ist die Vision schon sehr deutlich. Manchmal begleite ich meine Coachees dabei, erst einmal Klarheit darüber zu gewinnen, wo sie eigentlich hin- und was genau sie verändern wollen. Oft halten Menschen es ja gar nicht erst für möglich, dass sich jemals etwas ändern kann in ihrem Leben. Und blockieren sich damit sehr effektiv selbst.

Können Sie das genauer erklären?

Das Leben antwortet immer mit Ja auf das, was ich als Energie aussende. Egal, welches Lebensthema Sie nehmen: Erfolg oder Misserfolg im Beruf, die eigene finanzielle Situation, Freiheit versus Unfreiheit, Partnerschaft oder das Fehlen einer Partnerschaft, die Beziehung zu sich selbst. Mit meinen Gedanken über mich und mein Leben steuere ich meine Gefühle und forme meine Realität.

Wenn ich zum Beispiel glaube, dass ich Anerkennung von außen brauche, um ein glücklicher Mensch zu sein, werde ich immer auf der Suche danach sein. Ich werde Mangel empfinden und meine Umwelt und Erfahrungen aus dieser Mangelperspektive heraus wahrnehmen. Wenn ich glaube, dass ich nicht „der Liebe wert“ bin, werde ich das vermutlich in meinen Partnerschaften bestätigt finden oder gleich ganz alleine bleiben. Wenn ich mich nicht gesehen fühle, werde ich aus dieser Perspektive heraus häufig vermeintliche oder auch echte Zurückweisung im Leben erfahren. Wenn ich glaube, dass ich nie äußeren Reichtum besitzen werde, oder, dass Geld „stinkt“, werde ich die entsprechenden Erfahrungen in mein Leben ziehen.

Mir Erfolg, Fülle, eine liebevolle Partnerschaft oder was auch immer vorstellen zu können, heißt aber ja noch lange nicht, dass dies dann auch wirklich eintritt.

Es bedeutet, dass ich eine Einladung ausspreche. Weil ich für möglich halte, dass ich mich und mein Leben verändern, also eigenverantwortlich erschaffen kann. Und nach dem Gesetz der Anziehungskraft, wonach Energie der Aufmerksamkeit folgt, werde ich entsprechende Erfahrungen in mein Leben ziehen. Wichtig dabei ist, auch das, was ich mir wünsche, wieder los zu lassen. Zu erlauben, dass alles in seiner Zeit passiert. Und parallel dazu meine Hausaufgaben zu machen: Hausaufgaben machen bedeutet, mich von dem zu befreien, was mir im Weg steht, was mich mental oder emotional blockiert.

Wie unterstützen Sie Ihre Klienten dabei, sich von diesen Blockaden zu befreien?

Das kommt natürlich immer drauf an, was ein Mensch mitbringt. Wie schmerzhaft seine Erfahrungen waren, wie sehr er oder sie bewusst oder auch unbewusst daran festhält.

Wir wissen aus der neurowissenschaftlichen Forschung, dass das Gehirn in der Lage ist, belastendes Material aus der Vergangenheit zu „überschreiben“. Es kann neue neuronale Verknüpfungen bilden. Eine gute Unterstützung für das kreative Erschaffen von Lösungen und neuen Wegen ist neben der WingWave-Methode auch die Einbeziehung des Unterbewusstseins in den Veränderungsprozess.

In der Visions- und Coachinggruppe auf Korfu diesen Sommer werden wir unter anderem mit Energie-Trancen arbeiten, in denen die Teilnehmer mit ihrem „Zukünftigen Ich“ in Kontakt kommen.

Zukünftiges Ich? Was ist das?

Quantenphysikalisch gesehen sind Raum und Zeit nur eine Vorstellung. Der Mensch, der wir sein wollen, existiert schon. Wenn wir mit unserem Zukunfts-Ich in Kontakt kommen, öffnen wir uns für den Weg, den unsere Seele gehen möchte. Weil wir beginnen uns diesen Weg vorzustellen. Weil wir so genau wie möglich in die Gefühle hineingehen, die wir fühlen wollen: Wie wird es sich anfühlen in der Zukunft, wenn ich Erfolg habe? Wenn ich mich selbst liebe? Wenn ich inneren und äußeren Reichtum erfahre? Wenn ich in einer liebevollen Partnerschaft lebe? Solange ich mir das nicht vorstellen kann, ist es schwer, entsprechende Erfahrungen in mein Leben zu ziehen. Auch den Blick auf unsere Vergangenheit können wir in einer Trance liebevoll verändern und Ressourcen schöpfen aus dem, was wir erlebt haben.

Diese Lehre vom Gesetz der Anziehung oder Law of Attraction, funktioniert die wirklich?

Ja! Meiner Erfahrung nach bietet sie zusammen mit anderen Tools einen wunderbaren Rahmen für Veränderungsprozesse. Ich arbeite im Coaching ausschließlich mit Methoden, die ich an mir selbst überprüft habe. Mein eigener Weg aus einer schwierigen Kindheit mit schmerzhaften Bindungsverletzungen heraus war steinig. Ich habe durch die Unterstützung von guten TherapeutInnen und Coaches sehr viel Heilung erfahren. Geführt hat mich dabei, nach meiner tiefen Überzeugung, immer meine innere Stimme, meine Seele, die Heilung in mein Leben bringen wollte.

Als ich irgendwann bereit war die Perspektive zu wechseln und mir sagen konnte: „Deine Seele wollte diese Erfahrungen machen“, konnte ich auf einmal sehen, wie stark ich daraus hervorgegangen bin. Und dass da etwas in mir ist, das immer unverletzt geblieben ist. Ich konnte sehen, welche Ressourcen in mir stecken, wie viel Kraft und Mut ich hatte und habe und wie ich trotz allem meinen Weg gefunden habe und ihn gehe! 

Durch Körpertraumaarbeit und Wingwave-Sitzungen konnte ich sehr viele der in meinen Zellen gespeicherten schmerzhaften Erinnerungen loslassen und durch eine ganz neue Haltung zu mir selbst und zum Leben ersetzen. Vom Gesetz der Anziehung habe ich erst recht spät gehört und dann eine einjährige Ausbildung als Law of Attraction Coach in den USA gemacht. Die war für mich so was wie der letzte Kick den ich brauchte! 

Ich habe angefangen noch mehr für möglich zu halten, was ich mir tief im Herzen wünsche. Und erkannt, woran ich immer noch festhalte. Bei mir war das etwas, was ich „spirituellen Trotz“ nenne. Etwas in mir wollte daran festhalten, dass das Leben unfair zu mir war. Es wollte wütend und trotzig bleiben. Als ich das loslassen konnte – unter anderem durch die Arbeit mit meinem zukünftigen Selbst und durch eine Haltung der Dankbarkeit, mit der ich mittlerweile durchs Leben gehe - habe ich meinen inneren Quantensprung gemacht. 

Mit dem Gesetz der Anziehung zu arbeiten, kann nach meiner Erfahrung viele Veränderungsprozesse sehr beschleunigen. Und, nicht aber: Coaching ist immer ein selbstverantwortlicher Prozess, es geht darum, dass der Coachee selbst neue Lösungen findet. Der Coach unterstützt und begleitet.

In diesem Jahr kann man Sie und Ihre Arbeit auch auf der griechischen Insel Korfu erleben. Was zieht Sie dort hin?

Der kleine Ort Arillas im Nordwesten von Korfu ist ein unglaublich herzöffnender und nährender Ort. Neben der Sahara, die ich als Kraftort sehr schätze, war die ganz besondere Energie auf Korfu sehr wichtig, auch für meinen eigenen Veränderungsprozess. Natur ist eine wichtige Ressource, in Arillas kann man sie auf ganz besondere Weise genießen und in den neuen Weg einbeziehen, der sich öffnen möchte.

Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass dort immer mehr Plätze entstehen, wo Menschen eine spirituelle Sangha suchen, zusammen meditieren, singen, tanzen, Yoga machen oder eben eine Feriengruppe buchen. Es gibt mehrere Ferienzentren und mittlerweile auch wunderschöne Veranstaltungsplätze, zum Teil in freier Natur, wo es unter anderem Meditationsfestivals gibt.

Die Intensivgruppe „Finde DEINEN Weg“ im September findet im Ferienzentrum Alexis Zorbas statt. Geleitet wird das Zentrum von zwei Sannyasins, Anadi und Pari. Letzterer war einer der Gesprächspartner in meinem Buch über spirituelle Sucher, die in den 1970er und 80er Jahren nach Poona zu Osho gegangen sind. Arillas wird stark geprägt von Menschen wie Anadi und Pari, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Raum und Rahmen zu schaffen, um zu sich selbst zu kommen und sich in seiner reinen Essenz zu erfahren.

Sozusagen oben drauf bekommt man auf Korfu, so man das möchte, noch das Erleben einer Gemeinschaft offener, bewusster Menschen. Und das alles eingebettet in eine Mischung aus wunderschönen Stränden, stillen Olivenhainen und auch kleinen, heimeligen Cafés.

Die Visions- und Coaching-Woche im September, die ich zusammen mit meiner Kollegin Cornelia Schröder gestalte, findet also in einem wunderbaren Umfeld für den eigenen Veränderungsprozess statt. Cornelia bereichert die Gruppe als Coach mit langjähriger Erfahrung in der persönlichen und beruflichen Unterstützung von Menschen noch zusätzlich durch ihre einfühlsame Art, Qi Gong zu unterrichten. Sie wird uns jeden Morgen mit Qi Gong für den Tag vorbereiten, der neben einem intensiven Coaching-Prozess genug Zeit lässt für Strand und einfach Sein.

Liebe Frau Pape, vielen Dank für das Gespräch!

Innenansichten


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Bei uns erschienen
Sieben Verlage unter einem Dach - Kamphausen.Media aus Bielefeld mit den Imprints jkamphausen, Aurum, fischer&gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum sowie der Tao.Cinemathek verlegt seit über 30 Jahren Bücher in den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Psychologie. Ergänzt wird die klassische Verlagsarbeit durch die Selfpublishing Portale tao.de und Meine Geschichte. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg in seinen Talenten und seinem Bewusstsein, seinem Glück und seiner Essenz bestmöglich zu unterstützen.
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