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Wer redet ist KönigIn?

Katharina Middendorf und Ralf Sturm berichten abwechselnd über ihren Alltag als Paar-Therapeuten

© Ferhat Topal

von Katharina Middendorf

Ich meine einen zunehmenden Trend wahrzunehmen. Und der heißt: Schweigen ist Silber. Reden ist Gold. Wer über seine Wünsche und Bedürfnisse kompetent reden kann, ist der oder die heimliche KönigIn der Beziehung. Der oder die andere, der oder die das vielleicht nicht so kann, mag oder möchte, ist in der Bring- und Lernschuld. Da Beziehungen aber am besten auf Augenhöhe funktionieren ist die Frage: Hat vielleicht auch der König oder die Königin hier etwas zu lernen?

Der Druck kommunizieren zu müssen

Man liest und hört viel, ob in Zeitschriften oder im Freundeskreis: Was tun wenn es in Kommunikation miteinander nicht stimmt? Oder ich höre in der Praxis oft: Haben Sie vielleicht Tools, wie wir uns besser verstehen? Oft ist damit aber auch gemeint: Können Sie meinem Mann/meiner Frau mal sagen, dass sie oder er was verändern muss, um mich zu verstehen? Die schlechte Nachricht ist: Nein, da müssen Sie beide ran. Und die gute Nachricht ist: Ja, es gibt Tools! Allerdings bestehen die oft im Weglassen von versteckten Vorwürfen und Erwartungen und nicht im Hinzufügen von neuen, eloquenten Techniken.

Hörst Du mich? Siehst Du mich?

Hinter einem Kommunikationsproblem steckt meistens etwas ganz anderes. Nicht dass man sich nicht versteht, sondern, dass man sich gerade versteht! Man hört, spürt, schmeckt und riecht geradezu die Haltung des Anderen hinter der Aussage und die ist in Konfliktsituationen nicht wirklich zugewandt. Meistens hört man die Anklage in der eigenen Stimme gar nicht. Den versteckten Vorwurf. Man ist sich sicher ganz zugewandt zu sein. Aber das Gegenüber hört das ganz genau. Und so reagiert es darauf statt auf die Information des Gesagten. Und das führt dazu, dass bei sich nicht gesehen und nicht gehört fühlen und sich das dann, nach dem gescheiterten Versuch des gepflegten Gesprächs, auch oft lauthals und unverblümt an den Kopf werfen.

Sich mal auf die Zunge beißen

Diejenigen die meinen, dass der oder die Andere einfach mal reden müsste, dann würde das auch besser laufen mit der Kommunikation, können sich eigentlich sicher sein, dass der andere sehr wohl redet. Nur vielleicht nicht in der Sprache, die man hören will. Ein Schweigen sagt mehr als tausend Worte. Und dann kann es eine Möglichkeit sein, das Schweigen wörtlich zu nehmen und den oder die andere einfach mal in Ruhe zu lassen und auf das eigene Recht des Redens zu verzichten. Und sich überraschen lassen, was dann passiert!

Über seinen Schatten springen

Für diejenigen, die meinen, dass der oder die andere einfach mal die Klappe halten sollte, dann würde das auch besser laufen mit der Beziehung, können sich eigentlich sicher sein, dass der andere durchaus Recht hat mit der Idee, sich über die Bedürfnisse und Wünsche auch einmal verbal auszutauschen. Und dann kann es eine Möglichkeit sein, den Gesprächswunsch als Sehnsucht zu sehen, die man trotz Genervtheit erfüllen kann, einfach weil es dem anderen hilft. Und sich überraschen lassen, was dann passiert!

Zusammen neue Arten der Kommunikation entdecken

Die dritte Lösung wäre in diesem Fall, dass beide sich erinnern können, welche Form der Kommunikation eine Ebene ist, die beiden gefällt bzw. am Anfang der Beziehung gefallen hat. Umarmen, Küssen, Spazierengehen, Fußball gucken...sich zu fragen, worin sind wir eigentlich gut zusammen? Wann verstehen wir uns blind! Und diese ganz persönliche Form der Beziehung als Alltags-Ritual zelebrieren oder das aus der Zauberkiste holen, wenn mal wieder die Fetzen fliegen...Oder am besten noch: kurz davor!

Für Einzel- und Paartermine können Sie unsere Autoren in der Berliner Praxis oder per Skype oder Telefon kontaktieren: 

Middendorf · Sturm
Praxis für Paar- und Sexualtherapie

Riemeisterstr. 114

14169 Berlin

Tel.: +49 (0) 30 98375922

info@middendorf-sturm.de
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