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Wunschdetektive!

Katharina Middendorf und Ralf Sturm berichten abwechselnd über ihren Alltag als Paar-Therapeuten

von Katharina Middendorf

Mit Wünschen ist das ja so eine Sache. Am Anfang möchte man, dass der Partner und die Partner*in einem diese von den Augen ablesen. Wo man jetzt aus medizinischer Sicht sagen würde: Wie soll man in der Iris Wünsche finden? widerspricht die eigene Erfahrung hier oft dem anatomischen Menschenverstand. Denn viele wissen: Das geht tatsächlich! Aber wieso geht es denn dann nach einiger Zeit nicht mehr?

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne!

In den ersten Tagen, Wochen und Monaten ist man nicht nur verliebt, sondern kann auch Gedanken lesen. Man ahnt, sieht, spürt, was der andere braucht, möchte, wünscht. Und es gibt nichts Schöneres auf der Welt als dieses Nicht-Kommunizierte zu erfüllen. Ein paar Zeitebenen später sieht man das Nicht-Kommunizierte angeblich nicht mehr und kann es daher auch logischerweise nicht erfüllen. Stattdessen konzentriert man sich darauf, es andersherum zu machen, nämlich das Kommunizierte nicht zu erfüllen.

Die böse Fee

Telepathie hin oder her, da steigt doch der logische Menschenverstand aus. Erst ist es da und dann ist es weg? Da fragt sich manch einer zurecht: Willst Du mich ver.......!

In Paarbeziehungen die schon länger laufen und nicht mehr so prickelnd wie am Anfang scheinen, geht es weniger darum, dass der Zauber des Gedankenlesens wie von einer bösen Fee plötzlich weggezaubert wurde, und der Sehende blind wurde, sondern vielmehr darum, dass dieses Anfangswunder dem Zauber der Faulheit und/oder Feindschaft gewichen ist.

Inspektor*in Colombo

Statt sich aber einzugestehen, dass man sehr wohl und vielleicht sogar besser denn je sieht, was der andere braucht, möchte, wünscht, nur keine Lust hat, es zu geben, ist man so sehr damit beschäftigt seine Detektoren darauf zu lenken, was der andere gerade falsch macht. Und da entwickeln die meisten Paare im Laufe der Zeit unglaubliche detektivische Fähigkeiten. Manchmal hat man den ‚Fehler‘ noch nicht einmal begangen, da weiß der andere schon, dass das Versäumnis gleich eintreten wird. Und noch bevor man HexHex sagen kann, ist Inspektor*in Colombo schon zu Stelle und kann den Täter und die Täterin überführen.

Die gute alte Zeit

Stufe Nummer Eins, um aus dem vermeintlichen Blindekuh-Spiel auszubrechen wäre, sich die Augenbinde abzunehmen (Faulheit) und die Vorwurfslupe (Feindschaft) anders zu benutzen. Auf dem Pfad der Logik wandelnd kann man sich demnach erinnern, wie gut man sehen konnte, was der andere sich wünscht. Man kann alleine oder gemeinsam in alten Zeiten schwelgen und sich daran erinnern, wie gut die Kommunikation funktioniert hat. Und wenn man dann wieder infiziert ist von der Rückschau der Romantik, dann erklimmt man Stufe Nummer zwei:

Top-5-Wunschzettel

Schreibe zwei Wochen lang jeden Tag Wünsche auf einen Zettel, so kurz vor Weihnachten ist das jetzt vielleicht sogar ganz passend. Schreibe Wünsche auf, die Du an Deine(n) Partner*in hast. Und dabei schreib bitte nicht: „Ich wünsche mir, dass er/sie aufhört Socken rumliegen zu lassen.“ Sondern schreibe stattdessen: „Ich wünsche mit, dass er/sie die Socken in die Wäsche räumt.“ Und schreibe auch nicht: „Ich wünsche mir, dass er/sie mich wieder lebendig fühlen lässt.“ Sondern schreibe: „Ich wünsche mir, dass er/sie mir mitten auf der Straße einen langen Kuss gibt.“ Also, keine Negativ-Formulierungen. Und kein Wunsch-Gelaber, das sowieso niemand versteht. Die Zettel zeigt ihr beide einander nicht. Wähle nach den zwei Wochen die 5-Top-Wünsche aus und schreibe diese fein säuberlich auf ein neues Blatt.

Die Zauberlupe

Nach zwei Wochen gebt ihr euch ohne darüber zu sprechen die Zettel und beobachtet die nächsten zwei Wochen, ebenfalls ohne darüber zu sprechen, ob der andere einen der Wünsche von ihrem/seinem Zettel erfüllt. Jetzt darfst Du nach Herzenslust argwöhnisch werden, die Nachtigall trapsen hören und alles was Du sonst an detektivischem Know-How hast...

Aber Vorsicht:

Es kann dabei zu Nebenwirkungen kommen: Ihr könnten euch wieder ineinander verlieben.

Für Einzel- und Paartermine können Sie unsere Autoren in der Berliner Praxis oder per Skype oder Telefon kontaktieren: 

Middendorf · Sturm
Praxis für Paar- und Sexualtherapie

Riemeisterstr. 114

14169 Berlin

Tel.: +49 (0) 30 98375922

info@middendorf-sturm.de
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