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Zurück zur Natur

Kräuter und ihre natürlichen Grenzen

Kräuter sind wieder in aller Munde – und das zu Recht! Nachdem Patienten viele Jahre Antibiotika und andere Chemiekeulen bei ihrem Arzt eingefordert haben, greifen sie nun wieder vermehrt auf natürliche Arzneimittel zurück. Was können Kräuter alles leisten und wo endet ihre Kraft? Wann ist es ratsam, auf pflanzliche Arzneimittel zurückzugreifen und an welcher Stelle ist es sinnvoll, schuldmedizinische Medikamente einzunehmen?

Das Leben vor der Pharmaindustrie

Wie sagt man so schön? Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Lange bevor Schmerzmittel, Antibiotika und Co. den pharmazeutischen Markt dominierten, waren Kräuter das alleinige Heilmittel. Früher, als es noch keine Pharmaindustrie gab, hatten die Menschen trotzdem schon eine Heilkunde: Die Kräuterheilkunde. Hexen, Mönche, Schamanen oder einfach Kräuterweiblein hüteten die Geheimnisse um die Kräfte der Natur. Mit ihrem wertvollen Wissen halfen sie Kranken und Gebrechlichen. Natürlich waren sie mit ihren Tipps nicht immer erfolgreich, manches hat sich auch als sinnlos oder sogar giftig herausgestellt – aber dennoch lässt sich sagen, dass von diesen Heilkundigen viel Wissen und Erfahrung zusammengetragen wurde, wie wir aus der Natur ganzheitlich Hilfe schöpfen können. Noch heute profitieren wir von diesem Wissen.

Abkehr von der Schulmedizin

Medikamente können viele unschöne Symptome hervorrufen. Die Liste der Nebenwirkungen umfasst oftmals mehrere Seiten. Nun kommen immer mehr Langzeitschäden ans Licht, die unweigerlich zur Abkehr von schuldmedizinischen Arzneien führen. Aus diesem Grund wenden sich viele Menschen wieder der Naturheilkunde und somit auch den Kräutern zu. Besonders bei leichten Erkrankungen und Beschwerden liegen Heilpflanzen wieder voll im Trend. Bei Schnupfen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen wird mittlerweile viel lieber auf pflanzliche Wirkstoffe zurückgegriffen, als auf chemische. Trotzdem ist bei längerer und intensiverer Anwendung auch Vorsicht geboten: Die Inhaltsstoffe können in einer hohen Dosierung auch schlecht für unseren Körper sein.

Die Menge macht das Gift

Wie auch schon Paracelsus sagte: „Alle Ding' sind Gift und nichts ist ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Dieser weise Satz trifft natürlich auch auf Kräuter zu. Man sollte sich also immer an die vorgegebene Dosierung halten. Zur Not helfen einem auch Ratgeber, die sich ausführlich mit einzelnen Kräutern auseinandersetzen. Bei Giftpflanzen mit heilsamen Wirkstoffen ist natürlich noch größere Vorsicht geboten. Gifte wirken über Stoffwechselvorgänge. Dringt zu viel eines Giftes in einen Organismus ein, fügt er ihm Schaden zu. Dies kann zu akuten oder chronischen Vergiftungen führen und im schlimmsten Falle sogar bis zum Tod. Von einer Selbstmedikation kann also nur abgeraten werden.

Grenzen der Heilkraft

Kräuter sind keine pharmazeutischen Medikamente, ihre Wirkung entfaltet sich auf eine langsamere und sanftere Art. Sie eignen sich in der Regel nicht, um schwere Erkrankungen zu behandeln, aber sie sind großartige Helfer bei der Genesung, da sie die Selbstheilungskräfte unseres Körpers unterstützen. Kräuter können also sehr gut parallel zur heutigen Medizin eingesetzt werden, um den Heilungsprozess sanft zu beschleunigen. In äußerst akuten oder vielleicht sogar lebensbedrohlichen Situationen sowie bei schweren Erkrankungen sind Kräuter allerdings nicht zu empfehlen. Ihre größte Stärke liegt vermutlich in der Prävention und Unterstützung beim Heilungsprozess. Dort haben sie sich in den letzten Jahrhunderten immer wieder bewährt. Die Kräuterkunde und die moderne Schulmedizin sind also keinesfalls Konkurrenten, sondern vielmehr Partner, die gemeinsam eine schnellere Genesung erzielen können.


Tipp aus „Kräuter bei Kopfschmerzen“ von Anja Schemionek und Katharina Hinze:

Pfefferminz-Tinktur

Man braucht

  • 1 Handvoll frisches oder getrocknetes
  • klein geschnittenes Pfefferminzkraut
  • 40 %igen Alkohol
  • (z. B. Wodka oder Doppelkorn)
  • 1 Roll-on-Stift
  • Vorratsglasfläschchen (braun)

Die Pfefferminz-Tinktur kann bei Kopfschmerzen in einem Roll-on-Stift genutzt werden. Auf diese Weise bekommen die Finger und die Hände nichts von dem Öl ab und müssen nicht nach jeder Anwendung gewaschen werden. Außerdem verbraucht man so viel weniger von der Flüssigkeit und – nicht zuletzt – ist die Anwendung unterwegs problemlos möglich: Einfach mit dem Roller die Tinktur auf die Stirn, die Schläfen oder auch in den Nacken auftragen – je nachdem, wo der Schmerz sitzt – fertig! Und solch ein kleiner Stift passt in jede Handtasche – sehr praktisch. Natürlich können Sie die Pfefferminz-Tinktur im Roll-on-Stift auch allgemein zur Kühlung an heißen Tagen einsetzen. Zum Dauergebrauch ist die Tinktur allerdings nicht gedacht – wie alle Kräuteranwendungen.

Die Kräuter waschen, trocken tupfen, klein schneiden und in ein sauberes Marmeladenglas füllen. So viel Alkohol auf das Kraut geben, dass alles gut bedeckt ist. Auf die helle Fensterbank stellen und täglich schütteln. Nach drei bis vier Wochen durch einen Kaffeefilter abfiltern und in einen Roll-on-Stift einfüllen. Den Rest als Vorrat in dunkle Glasfläschchen abfüllen, entsprechend beschriften, ggf. auch mit Herstellungsdatum, denn die Tinktur ist etwa ein Jahr haltbar.

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