fbpx
Menu

Erste Hilfe bei Corona

Kleine und einfache Tipps für den Alltag

 

von Anette Dröge

Das Corona-Virus setzt tiefe Gefühle in uns frei. Wir werden nicht nur von einem Virus herumgewirbelt, sondern auch von dem medialen Ansturm und den politischen Entscheidungen, die uns das Gefühl geben, unser Lebens- und Handlungsspielraum wird immer enger.

Es gibt einige spannende Fragen für uns alle: Wie können wir in diesem sehr herausfordernden Umfeld gesund bleiben?

Wie können wir tatsächlich bodenständig und angemessen Handeln, ohne in Panik zu verfallen und den Sorgen um unsere Lieben unterzugehen? Was ist der richtige Weg? Im Grunde kennt keiner die genauen Antworten. Dennoch denke ich, dass es sehr wichtig ist, immer wieder den eigenen Standpunkt zu überprüfen bzw. wiederzufinden. Es werden im Moment enorm viele Ängste herauf beschworen. Das Paradoxe: Die Ängste schwächen unser Immunsystem und damit unsere Gesundheit nur noch mehr. Abgesehen von den Ängsten um unsere eigene Gesundheit und unsere Familie entstehen nun zusätzlich durch die Schutzmaßnahmen Existenzängste - wie die Angst um den Arbeitsplatz und darum, die Miete für den nächsten Monat bezahlen zu können. Die soziale Isolation, die notwendig zu sein scheint, um die Ansteckung einzudämmen, wirkt sich zusätzlich negativ auf unser Immunsystem und unser seelisches Wohlgefühl aus. Geborgenheit, Verbundenheit und Sicherheit hingegen sind Gefühle, die das Immunsystem und unsere Seele stärken.

Wie können wir nun diese positiven Gefühle aktivieren, wenn um uns herum alles ins Wanken gerät?

Ich finde es eine wunderbare Dopplung der Ereignisse, dass nun gerade der Frühling einsetzt. Selbst wenn wir nicht spazieren gehen können, so können wir uns doch ans Fenster setzen und die Sonnen genießen! Spaziergänge und Zeit in der Natur helfen uns zu entspannen und mit der „Guten Mutter Erde“ Kontakt aufzunehmen. Denn obwohl wir gerade alle zusammen in dieser gesundheitlichen Krise stecken: Es scheint wieder die Sonne, die ersten Frühlingsblüher stecken ihre Köpfe hervor und die auch die Knospen an den Bäumen zeigen, dass die Natur wieder erblüht, dass das Leben weitergeht. Wäre es nicht schade wenn das niemand von uns bemerken und würdigen würde?

Dankbarkeit ist eine starke Kraft!

Unser Gehirn neigt dazu in schwierigen Zeiten, sich nur noch auf die Probleme zu fixieren. Das macht evolutionär gesehen vielleicht Sinn. Allerdings verlieren wir so den Blick für das große Ganze. Denn auch in der schwierigsten Lebenssituation gibt es schöne Momente oder wundervolle Begegnungen. Es ist wirklich wichtig, dieses Gute nicht aus den Augen zu verlieren. Deshalb nimm dir die Zeit und schreibe - vielleicht sogar jeden Tag – drei bis fünf Dinge, Erlebnisse und Situationen auf, die gut gelaufen sind. Gab es schöne Ereignisse? Hat dir jemand die Tür aufgehalten? Wofür kannst du heute dankbar sein? Die warme Wohnung, das fließende Wasser, die Sonne auf deiner Haut, eine angenehme Begegnung in einem Laden oder auf der Straße? Hast du ein Haustier, das dich mit seiner bedingungslosen Liebe und Treue unterstützt?

Angst macht eng!

Ein Aspekt, dem ich zur Zeit sehr häufig in der Praxis begegne, sind starke Schulter-Nacken-Verspannungen. Angst und Stress machen eng. Wir verspannen uns ganz unbewusst, um dem inneren und äußeren Ansturm gerecht zu werden. Am Ausmaß dieser Verspannungen können wir sehr gut das Ausmaß unserer inneren und äußeren Belastung ermessen. Die Last der Verantwortung für die regelmäßigen Kosten, die Familie aber auch die ganze Unsicherheit wie es weitergeht, tragen viele auf ihren Schultern. Aber auch Ängste, die vielleicht noch ganz unbewusst sind, Sorgen, wer von uns krank wird, wer von uns verlässt uns, all das hinterlässt ihre Spuren in unserem Körper. Um diesen ganzen Kreislauf zu entschärfen, möchte ich dir ein paar einfache Übungen mitgeben. Du kannst sie eigentlich überall machen und sie werden dir helfen, dich immer wieder zu entspannen und zu zentrieren. Wenn du einen tieferen Effekt haben möchtest, empfehle ich dir die Übungen abends zu Hause zu machen.

  1.  Kiefer halten: Umschieße deinen Unterkiefer mit deinen Händen. Öffne dabei ganz leicht den Mund, um deinen Unterkiefer zu entspannen. Lege deinen Unterkiefer in die Handflächen und gib ihm dadurch mit deinen Händen auf eine sanfte Weise Halt. Also ohne Druck aber doch mit einem konkreten Kontakt. Schließe die Augen und bleib eine Weile so sitzen - vielleicht fünf Minuten. Dann nimm die Hände weg und spüre nach. Was hat sich verändert?
  2. Augen entspannen: Lege nun deine Hände ganz sanft auf deine Augen. Platziere dabei deine Handinnenflächen über die Augen, sodass sie keinen Druck bekommen, aber den Schutz, die Dunkelheit und die Wärme spüren. Bleibe eine Weile so sitzen und genieße den Schutz, die Dunkelheit und die Wärme. Deine Augen werden es dir durch Entspannung der ganzen kleinen Muskeln die rings um die Augen liegen danken.
  3. Entspannungsübung mit Tennisbällen: Da wir in den nächsten Wochen vermutlich auf gemeinsamen Sport, Yoga oder Ähnliches verzichten müssen, kannst du mit dieser Übung deinen Muskeln einen sehr guten Impuls zur Entspannung schenken: Nimm dir zwei Tennisbälle und leg dich damit auf einen Teppich. Nun legst du die Tennisbälle unter deinen Po - unter den großen Muskel. Achte darauf, dass die Bälle im Muskel liegen und nicht auf einen Knochen drücken. Vielleicht tut es am Anfang etwas weh, aber mit der Zeit löst sich der Muskel. Der ganze Rücken entspannt sich durch die Übung. Bleibe fünf bis zehn Minuten so liegen. Dann nimm die Tennisbälle wieder heraus und bleib noch ein paar Minuten in der Position liegen. Genieße den Unterschied! Da die Muskeln sich am besten entspannen, wenn der Druck von außen genauso hoch ist wie die Spannung im Muskel, öffnet diese Übung die Tür für eine wunderbare Tiefenentspannung.
  4. Kleine Atemmeditation: Konzentriere dich für fünf Atemzüge auf deinen Körper. Einmal ein- und ausatmen = 1, noch einmal ein- und ausatmen = 2 - und so weiter... Diese Übung kannst du mehrmals am Tag immer wieder machen, um bei dir selbst anzukommen und dich zu entspannen.
  5. Meditation: Setze dich an einen ruhigen Ort und lass dich atmen! Weil unser Geist so gerne umhergeistert und über alles Mögliche nachdenkt, ist es eine gute Hilfe auch hier die Atemzüge zu zählen: Immer nur von 1 – 10. Wenn du weiter zählst entsteht im Kopf zumeist zu viel Unruhe. Meditation hat sehr positive Auswirkungen auf unser Gehirn. Ruhe und Entspannung wirken wunderbar auf unser Angstzentrum und können Ängste lösen. Forscher haben sogar herausgefunden, dass nach acht Wochen täglicher Meditation von zehn Minuten, das Gehirn umgebaut wird und das Angstzentrum schrumpft. Dann kannst du dir ja auch vorstellen, was derzeit mit unseren Gehirnen passiert, wenn wir nicht gegen die Ängste und Anspannung gegensteuern.

Einen letzten ganz pragmatischen Tipp möchte ich dir auch noch mitgeben:

Kurkuma-Honig: Du nimmst auf je 100g Honig einen gestrichenen Esslöffel - etwa 15 g - Kurkuma Pulver und verrührst es zu einer gleichmäßigen Masse. Auf ein 500g Glas Honig also fünf Esslöffel Kurkuma. Vorbeugend nimmst du davon vier Mal pro Tag einen halben Teelöffel Wenn du schon krank bist, kannst du einmal pro Stunde einen halben Teelöffel einnehmen. Dieser Tipp gilt übrigens auch für jede andere Erkältung oder Grippe.

Ich wünsche dir nun viel Erfolg und Gesundheit. Wenn du mehr über die Zusammenhänge zwischen Immunsystem und Gesundheit erfahren möchtest, lege ich dir mein Buch ans Herz.

Mit herzlichen Grüßen, Anette Dröge


Sieben Verlage unter einem Dach - Kamphausen.Media aus Bielefeld mit den Imprints jkamphausen, Aurum, fischer&gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum sowie der Tao.Cinemathek verlegt seit über 35 Jahren Bücher in den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Psychologie. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg in seinen Talenten und seinem Bewusstsein, seinem Glück und seiner Essenz bestmöglich zu unterstützen.
Menu
KAMPHAUSEN.MEDIA        IMPRESSUM        AGB & WIDERRUFSBELEHRUNG        DATENSCHUTZ        HAFTUNGSAUSSCHLUSS