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Gesundheit im Home Office

von Friederike Reumann

Mag sein, dass Sie auch gerade gezwungen sind, im Home Office zu arbeiten. Das heißt, sie verbringen einen Großteil Ihrer Zeit im Sitzen.

Das Beste aus der Notlösung machen

Sicherlich ist das Office zu Hause nicht so komfortabel eingerichtet wie Ihr Büro am Arbeitsplatz. Sie befinden sich gerade in einer Notlösung. Der Schreibtisch ist viel zu klein, der Bildschirm nicht mittig ausgerichtet und der Stuhl lässt sich einfach nicht verstellen! Kein Wunder, dass der Rücken anfängt zu schmerzen und sich der Nacken immer mehr verspannt. Durch die geschlossenen Freizeit- und Sportstätten fehlt in Zeiten der Corona-Pandemie auch noch der sportliche Ausgleich und die ungewisse Gesamtsituation schlägt kräftig auf das Gemüt. Vielleicht hilft erstmal ein Entzündungshemmender Ingwertee, um die Abwehrkräfte zu stärken und die lähmende Situation aufzubrechen. Für den Tee brauchen Sie:

  • ·½ Tl Ingwer und ½ Tl Kurkuma (frisch besonders gesund)
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Tl Honig
  • 1 Tl Kokosöl

Zerschneiden Sie den Kurkuma und den Ingwer in kleine Stücke und gießen Sie die Stückchen mit heißem Wasser auf. Rühren Sie den Zimt, den Honig und das Kokosöl unter. Genießen Sie Ihren Tee und die kleinen Vorteile, die das Home Office mit sich bringt! Mit neuer Kraft und frischem Geist kümmern Sie sich nun um Ihren temporären Arbeitsplatz. Hier werden Sie eine Weile sein müsse, deswegen achten Sie so gut es geht auf Ergonomie am Arbeitsplatz.

Checkliste Home Office Platz (das Nötigste muss sein):

  • Mein Bürostuhl ist so eingestellt, dass ich angelehnt drei fingerbreit Platz zwischen Knie und Sitzkante hab.
  • Ich habe guten Bodenkontakt mit den Füßen.
  • Der Winkel zwischen meinem Becken und dem Oberschenkel beträgt im Sitzen zwischen 110 und 120 Grad.
  • Mein Bildschirm ist mittig eingestellt und 30° unter der Augenhorizontalen auf die erste Textzeile gerichtet.
  • Mein Arbeitsplatz ist gut organisiert und nicht überladen.
  • Eine Karaffe Wasser steht in der Nähe und ich kann jeder Zeit trinken.

Jetzt haben Sie schon etwas zur Stärkung des Immunsystems beigetragen und können halbwegs ergonomisch an Ihrem Arbeitsplatz sitzen. Da Ihnen momentan der Bewegungsausgleich fehlt, stehen Sie alle halbe Stunde auf. Gehen Sie ein Stück! Es reicht der Weg zur Kaffeemaschine oder die Treppe hinunterzulaufen. Einmal aufstehen, das Fenster aufmachen, frische Luft einladen und ein paar Atemzüge nehmen! Das unterbricht die starre Sitzhaltung und verbessert effektiv die Blutzirkulation in den Beinen. Auch die venolymphatische Pumpe im Bauchraum wird durch das kurze Aufrichten aktiviert! Mag sein, dass trotzdem leichte Beschwerde spürbar werden. Ein Kribbeln in den Händen beispielsweise, das durch vieles Tippen und das unbewusste Hochziehen der Schultern verursacht wird. Hier helfen zwei kleine Übungen, um die Unterarmfaszie zu entlasten und die Nackenmuskeln zu lockern.

Übung zur Entspannung des Schulter- Nackenbereichs:

Leg die Hände auf die Schultern. Richte die Brustwirbelsäule auf. Beginn die Schultern langsam und achtsam nach hinten und unten kreisen zu lassen, bis Sie sich lockerer fühlen. Dann lassen Sie einen Arm hängen. Die andere Hand greift richtig schön fest in die gegenüberliegende Nackenmuskulatur und drückt diese aus, wie einen Schwamm. Wechseln Sie nach der Massage die Seiten.

Übung für mehr Durchblutung in den Händen:

Streichen Sie die ganze Vorderseite des Unterarms in mehreren Bahnen und mit viel Daumendruck aus. Als Zeichen einer sofortigen Mehrdurchblutung wird der Unterarm satt rot. Sie können den Unterarm auch mit einer Mini-Faszienrolle ausrollen. Steht kein Faszientool zur Verfügung, tut es auch eine 0,5l Wasserflasche. Die Rolle oder Flasche wird auf den Tisch gelegt. Jetzt können Sie den ganzen Unterarm von der Ellenbeuge bis zum Handgelenk ausrollen und verklebte Faszien lösen. Denken Sie auch an die schrägen Anteile! 5-8 Wiederholungen in sehr langsamen Tempo reichen aus, um die Faszie wie einen Pfannenkuchen auszurollen und Flüssigkeit zu mobilisieren. Das Kribbeln in den Fingern wird sich deutlich reduzieren.

Nutzen Sie die Zeit zu Hause, um gut zu sich zu sein!

Bleiben Sie in dieser außergewöhnlichen Zeitphase gesund und nutzen Sie die unentdeckten Vorteile des Home Office! Wer weiß, vielleicht bewirkt das Corona Virus auch etwas Positives und lehrt uns, wieder achtsam mit dem eigenen Körper umzugehen. Es ist plötzlich Zeit da, um Beschwerden nicht nur zu spüren, sondern auch selbstverantwortlich auf sie eingehen zu können. Das würd der Körper zu schätzen wissen und alles Mögliche tun, um Ihr Selbstheilungssystem aufrecht zu erhalten! In meinem Buch „das Workbook- eine Arbeitshilfe aus der YogaPraxis“ finden Sie noch viele weitere Tipps aus der alternativen Medizin und Physiotherapie. Dazu weiterführende Übungen, mit denen Sie sämtliche Beschwerden am Arbeitsplatz positiv beeinflussen können.


Wer nun zu Hause direkt damit loslegen möchte, etwas für seine Gesundheit zu tun, sollte sich unbedingt das Video von Friederike Reumann ansehen!

Mehr Tipps rundum das Thema Gesundheit und Selbstheilung findest du in "Ich hör' auf mein Bauchgefühl" von Friederike Reumann 

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