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Einfach mal zu Hause bleiben – eigentlich gar nicht so schwer, oder?

von Annika Schlossmacher

Mittlerweile herrscht in Deutschland seit zwei Wochen ein Kontaktverbot, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Und obwohl vor zwei Wochen noch viele Leute auf den Straßen unterwegs waren, Kinder auf Spielplätzen spielten und Gruppen im Park saßen, so scheinen sich seit der offiziellen Ankündigung der Ausgangseinschränkungen doch die meisten daran zu halten. Obwohl das Wetter die ganze letzte Woche über frühlingshaft schön und sonnig war, hat man nur vereinzelt Spaziergänger auf der Straße gesehen. Wir alle sind nun mehr zu Hause denn je. 

Eine neue Normalität

In meinem Praktikum bei der Verlagsgruppe Kamphausen Media bin ich letzte Woche ins Home Office gewechselt - wie wahrscheinlich der Großteil der Menschen mit dieser Möglichkeit auch. Für mich ist es aber gerade an diesen sonnigen Tagen und vor allem an schönen Wochenenden sehr ungewohnt, dass ich nicht zur Arbeit darf. Seit mittlerweile über fünf Jahren arbeite ich neben dem Studium in einem Ausflugslokal und habe dort auch noch bis kurz vor der Schließung aller Restaurants auf einer Terrasse an einem See gekellnert. Der Semesterstart an den Universitäten wurde verschoben und noch ist zumindest an meiner Universität unklar, ob das kommende Sommersemester überhaupt in der gewohnten Form stattfinden wird. Mir ist bewusst, dass es weitaus größere Probleme in der aktuellen Situation gibt, aber trotzdem: Hätte mir das jemand vor ein paar Wochen gesagt, dann hätte ich es für verrückt und unmöglich gehalten.

Plötzlich versteht man die Welt nicht mehr

Auf der ganzen Welt werden Maßnahmen getroffen, die klingen, als wären sie aus Dystopien entnommen worden. Es ist wie im Film: Grenzen wurden abgeriegelt, Unternehmen droht ein wirtschaftlicher Totalschaden, Millionen von Menschen sind in Quarantäne und auch die Menschen aus den unrealistischen Matheaufgaben, die dreißig Pakete Nudeln und Mehl kaufen, sind plötzlich real geworden. Wie lange dauert dieser Zustand noch an? Was nun?
Der beste Maßstab für deinen Grad an Bewusstheit ist, wie du mit den Herausforderungen des Lebens umgehst, wenn sie auf dich zukommen“, sagt Eckhart Tolle in einem seiner Bücher. Das Coronavirus hat er damit zwar nicht direkt gemeint, aber dennoch ist es eine riesige und vor allem plötzliche Herausforderung, mit der jeder umgehen muss und der sich auch jeder gegenwärtig bewusst sein sollte.

Sich einzuschränken bedeutet nicht, sich einzuschließen! 

Zugegebenermaßen habe auch ich in den letzten Tagen darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn ich mich – vor allem bei dem Wetter – mit meinen Freunden treffen könnte oder für einen kleinen Einkaufsbummel in die Fußgängerzone gehen dürfte. Fakt ist aber, dass solche Aktivitäten nun mal im Moment nicht möglich sind. Angst und Panik habe ich zwar trotz der getroffenen Maßnahmen eher nicht, aber wenn ich an die älteren und vorerkrankten Personen in meiner Familie oder in meinem Freundeskreis denke, dann wird mir doch ein bisschen mulmig. Dennoch finde ich es wichtig, nicht zu vergessen, dass mit diesen Beschränkungen niemand eingesperrt werden soll. Es ist ja schließlich nach wie vor erlaubt – es wird sogar befürwortet – draußen an der frischen Luft spazieren zu gehen und ein bisschen Sport zu machen, sofern man das eben allein oder innerhalb des eigenen Haushalts tut. Auch wenn das soziale Leben drastisch heruntergefahren wurde, so heißt das schließlich nicht, dass alle Kontakte aus der Welt sind. Glücklicherweise gibt es mittlerweile digitale Medien, die den Kontakt auch über Face Time mit anderen Personen in dieser Zeit aufrechterhalten.

Die Zeit zu Hause nutzen

Ich habe bis vor kurzem noch viele Leute sagen hören „Aber das betrifft uns ja nicht, wir sind noch jung!“. Leider gab es schon Fälle, die das Gegenteil bewiesen haben, aber mittlerweile hat zum Glück in der Hinsicht bei der Mehrheit auch ein Umdenken stattgefunden. Und es geht ja auch nicht bloß um einen selbst, sondern auch um all die anderen, die man unwissend potenziell anstecken könnte. Da müssen wir jetzt eben alle durch, ganz egal ob alt oder jung, und es wird auch irgendwann wieder anders werden. Bis dahin werde ich wohl das tun, was die meisten jetzt in ihrer Freizeit machen: Ein paar Serien und Filme schauen, die schon so lange auf der Warteliste stehen, all die Bücher lesen, die seit Wochen unberührt im Regal liegen, hin und wieder mit dem Hund vor die Tür gehen oder mal die eigenen Sachen aussortieren. Denn sind das nicht die Dinge, für die wir sonst kaum Zeit zu haben scheinen?

Innenansichten


Sieben Verlage unter einem Dach - Kamphausen.Media aus Bielefeld mit den Imprints jkamphausen, Aurum, fischer&gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum sowie der Tao.Cinemathek verlegt seit über 35 Jahren Bücher in den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Psychologie. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg in seinen Talenten und seinem Bewusstsein, seinem Glück und seiner Essenz bestmöglich zu unterstützen.
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