fbpx
Menu

Wie die Wurzeln eines Baumes

Hochsensibilität neu erzählt, Episode 10

von Marit Müller

Schon als kleines Mädchen wollte ich wissen, wie Menschen heil sein können. Es fing damit an, dass ich meinen Familienmitgliedern den Rücken massiert habe. Ich fand es faszinierend, die Wirkung von Berührungen auf den Körper zu erkunden, und wie sie Wohlbefinden und Entspannung erzeugten. Als Teenager habe ich verschiedene komplementärmedizinische Kurse belegt, Farb- und Frequenztherapie, solche Sachen. Auf vieles bin ich durch meine damalige Klavierlehrerin gestoßen. Ihr Sohn hatte durch eine Erkrankung ein sehr schwaches Immunsystem, und so hatte sie sich ihrerseits auf die Reise begeben, alle möglichen Heilmethoden zu erkunden. Wir hatten immer nur eine halbe Stunde Zeit, aber davon haben wir nur die Hälfte für das Klavierspielen genutzt, in der anderen hat sie mir von ihren Entdeckungen berichtet und ich von meinen. Mit ihr konnte ich über all die Dinge reden, über die viele andere damals noch den Kopf geschüttelt hätten.

Nach der Schule ging ich auf ein College in den USA, um Native American Cultures zu studieren. In dieser Zeit traf ich einen weiteren wichtigen Mentor, einen Freund mit zahlreichen Doktortiteln, der für die NASA tätig war und rund sieben Jahre bei den Navajo Indianern gelebt hatte. Mich beeindruckte, wie er sich einerseits mit den Wissenschaften der Zukunft beschäftige und gleichzeitig tief in die alten Kulturen eintauchte. Es war wie ein unsichtbares Band, das beides miteinander verband. Durch ihn dufte auch ich in den Kontakt mit den Navajos kommen, ihren Festen und Ritualen beiwohnen. Wenn ein Navajo krank ist, geht er zu einem Heiler, der nach der richtigen Zeremonie und Arznei, dem richtigen Lied und dem richtigen Tanz sucht, um Körper, Geist und Seele des Kranken wieder in Einklang zu bringen. Es war unglaublich inspirierend zu erleben, wie sehr diese Menschen im Einklang mit sich und der Natur lebten. Es war in dieser Zeit, dass ich begriff, dass wir alle ein Teil eines großen Ganzen sind. Wir haben die Wahl – entweder gehen wir in den Widerstand, oder wir klinken uns ein in dieses große Ganze. Ersteres kostet eine Menge Energie und macht uns schlussendlich krank, letzteres hält uns gesund. Die Kraft dieses Sich- nach-innen-wendens, die Bedeutung der inneren Dinge ist mir in dem Zusammenhang sehr bewusst geworden und hat sich auch während meiner späteren Reisen in andere Länder und Kulturen immer wieder bestätigt.

Die Kraft des Geschichtenerzählens

In Indien zum Beispiel arbeitete ich eine Zeit lang in einer Ayurveda-Klinik. Während meines Aufenthaltes bin ich in den Kontakt mit den einheimischen Menschen gekommen, die aus unserer westlichen Beurteilung heraus sehr arm waren. Manchmal haben sie mich eingeladen in ihre Häuser, die so leer erschienen und oftmals nicht mal einen Tisch hatten. Und doch haben diese Menschen gestrahlt, denn sie fühlten sich so reich im Innern. Sie hatten nicht das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. Da war, ähnlich wie bei den Natives in Nordamerika, wieder diese Reduzierung im Außen, die Raum gab für das Wesentliche im Innern. Auch sie lebten im Einklang mit sich und der Welt, und dabei halfen ihnen ihre Rituale und die Kraft des Geschichtenerzählens.

In dem Zusammenhang erinnere ich mich auch an eine beduinische Frau, der ich im Sinai begegnet war. Sie kam regelmäßig in die Eco-Lodge, in der ich damals lebte und arbeitete, und irgendwann lud sie mich und meinen Partner ein, sie und ihre Familie in ihrem Zelt zu besuchen. Wir saßen ums Feuer herum, und obwohl sie eine andere Sprache sprachen, die wir nur zu einem minimalen Prozentsatz verstanden, konnten wir ihren Geschichten lauschen und auf wundersame Weise einen Teil davon verstehen. Ihre Vorgehensweise hat mich dabei besonders berührt – die Frau ließ ihre Kinder die Geschichten erzählen und nur da, wo ihnen ein Stück der Geschichte gefehlt hatte, griff sie ihnen unter die Arme und trug den entsprechenden Teil bei. Auf diese Weise verinnerlichen die nachkommenden Generationen ihr kulturelles Erbe. Uns wurde viel über die Rolle der Frau erzählt, die im Außen zwar nicht stark vertreten war, der im Innern jedoch die essenzielle Rolle der Hüterin der Kultur innewohnt. Über ihre Geschichten bewahren die Beduinen die Werte ihres Stammes, die Weisheit, die sie erlangt haben und geben damit ihrer Familie und dem ganzen Volk Orientierung in der Welt. In den Geschichten geht es immer auch um den Bezug zum Land, um Orientierung über Erdung und Verwurzelung, die selbst bei Nomadenvölkern vorhanden ist, wenn nicht sogar noch stärker als bei anderen.

Wir sind auf eine gewisse Weise entwurzelt

Bei den Aborigines durfte ich den Kontrast erleben, was passiert, wenn Menschen nicht mehr auf ihr Land dürfen und den Kontakt zu ihrem Land verlieren. Was geschieht, wenn sie entwurzelt werden, diese Geschichten nicht mehr erzählen dürfen und die Verbindung zu ihrer Kultur abreißt. Diese Menschen sind im wahrsten Sinne des Wortes broken, gebrochen, und viele leben in prekären Verhältnissen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wenn wir diese Verbindung finden, nach innen und zu Mutter Erde, egal wo wir leben, und zu der Weisheit, die uns allen zur Verfügung steht, dann können wir (wieder) heil sein. Je mehr wir uns einklinken in diese Energien und dieses große Ganze – einige nennen es Matrix, andere das Universum, religiöse orientierte Menschen nennen es Gott, Allah oder Vishnu – in jedem Fall das, was noch keiner so ganz erklären kann, aber was zweifellos da ist, desto gesünder können wir leben. Denn auch wir, heute und hier, sind auf eine gewisse Weise entwurzelt.

Wir sind nicht mehr vertraut mit der Weitergabe von Geschichten, wir lernen nicht mehr, wie wir verbunden sind mit Mutter Erde. Oft sind es jene Reisen in ferne Länder und in fremde Kulturen, die uns daran erinnern oder überhaupt erst darauf aufmerksam machen, dass es da auch noch eine andere Art des Lebens, ein Leben im Einklang mit sich und der Natur gibt. Vielen fällt es jedoch schwer, eine ähnliche Verbundenheit in ihrem Zuhause, in „ihrem“ Land und dem Kulturkreis, in dem sie leben, herzustellen.

Wenn wir in unsere Gesellschaft schauen, dann sind wir in meiner subjektiven Einschätzung oft sehr verkopft und unsere Lebensweise beruht vorwiegend auf Verstand und Logik. Logik ist aber nur ein Teil des Gesetzes des Universums. Des Weiteren liegt der Fokus stark auf materiellen Dingen. Verständlich, denn wenn wir uns ohne inneren Halt fühlen, suchen wir diesen Halt im Außen. Das kann das große Haus sein, das teure Auto oder ein prestigeträchtiger Job, an dem wir uns festhalten und womit wir uns blenden, was diese innere Erfüllung betrifft. Das ist ein Kompensationsverhalten, das nicht verwundert bei all dem Druck, der in der Arbeitswelt existiert, und der in Kombination mit diesem fehlenden inneren Halt den Boden für Burn Out bereitet. Ich benutze in diesem Zusammenhang gern die Metapher des Baumes: Je tiefer die Wurzeln eines Baumes, desto höher kann dieser Baum wachsen. Von uns aber wird erwartet, dass wir eine enorm hohe Arbeitsleistung bringen, obwohl uns die kräftigen Wurzeln dafür fehlen.

Wie kann ich mich wieder mit Mutter Erde verbinden?

Viele Menschen wissen nicht mehr, wo sie hingehören, wer sie wirklich sind und was ihre wahre Identität ist. Sie lassen ihre Identität vom Verstand bestimmen, aber unser Verstand ist nur ein Diener unserer Identität. Wenn ich vergesse, dass ich eine Seele habe oder nicht weiß, wie ich Verbindung zu ihr aufnehmen kann, wenn ich mein Herz eingemauert habe, weil es verletzt wurde, und wenn ich auch meinen Körper nicht spüre, dann fehlt mir die Verbindung zu meinem ganzen Sein. Weil ich nur "funktioniere", nur mit einem Viertel meiner Kapazität arbeite und denke, dieses Viertel ist das Ganze. Dann erlaube ich meinem Verstand ans Steuer zu treten und mein Leben zu steuern. Das ist nicht nur schade, es führt uns auch auf Irrwege. Es gilt, den Verstand wieder dahin zu platzieren, wo er hingehört, nämlich als Diener unsere gesamten Systems, unserer Identität. Es gilt, unser Herz wieder zu erschließen und die Verbindung zu unserer Seele wieder zu öffnen und zu bewahren, eine Standleitung zu ihr zu haben. Es gilt, unseren Körper liebevoll zu spüren, mit ihm Hand in Hand zu gehen als der Tempel unserer Seele. Dafür brauchen auch wir hier wieder einen Bezug zu Mutter Erde. Zu dem Boden, der uns nährt, damit wir uns angebunden fühlen nach unten und nach oben. Und nach innen.

Doch wie kann ich mich auch in Deutschland mit Mutter Erde verbinden? Wenn ich doch vermeintlich keinen Zugriff auf das Wissen meiner Ahnen habe, mir die alten Geschichten fehlen und ich in dieser besonderen Zeit keine fremden Länder aufsuchen kann, um von anderen Kulturen zu lernen? Ich glaube, dass sich das an jedem Ort dieser Erde umsetzen lässt. Ich bin mir sicher, dass es für jeden einen Ort gibt, an dem er sich besonders wohlfühlt. Die Erde hat eine Gesamtenergie, die sich jedoch spürbar und messbar unterscheidet. Es gibt zum Beispiel verschiedene Erdstrahlungen, Wasseradern und vieles mehr. Die Erdenergie ist divers und die Erde hat, genau wie unserer Körper, Chakren und Energiepunkte. Eine Möglichkeit ist also, im Rahmen des Reiseradius, der uns zur Verfügung steht, unsere persönlichen Kraftorte ausfindig zu machen. Ich habe so einen Ort, ich nenne ihn gern „Inspiration Point“, in meiner Heimat Hamburg, in der Nähe der Alster, nur wenige hundert Meter entfernt von meinem Wohnort. Dort sind die meisten Inhalte für meine Vorlesungen und Workshops entstanden. Das sind Orte, die frei zugänglich sind und an dem diese inspirierenden Energien frei fließen.

Die Weisheit ist nicht ganz verloren

Wir können uns überall mit der Natur verbinden, aber auf solchen Kraftorten gelingt es besonders gut. Ich brauche zum Beispiel nur den Boden von Hawaii betreten und ich bin in meiner Energie. Ich brauche nur noch halb so viel Schlaf und fühle mich total lebendig. Im Moment jedoch kann ich nicht auf Hawaii sein, nicht nur aufgrund der Pandemie. Deswegen schaue ich auf das, was mir hier zur Verfügung steht und erschließe mir das in vollem Maße. Ich richte meinen Blick nicht auf das, was derzeit nicht möglich ist, sondern auf all das, was jetzt möglich ist. Das ist ein Shift im Fokus, der den Unterschied macht und mir vor Augen führt, dass ich mehr Handlungsspielraum habe, als ich vielleicht zunächst denke. Es kommt aber auch eine Prise Selbstverantwortung dazu: Wenn ich nur auf dem Sofa liege, kann ich keinen Kraftort entdecken, ich muss schon raus in die Natur! Wenn ich aufmerksam bleibe, mich für ihre Energie öffne und beobachte, was passiert, wenn ich an einem bestimmten Ort bin, kann ich mir die Kraft dieser Orte erschließen. Ich kann also entweder ignorieren, dass mir an einem bestimmten Ort immer wieder besondere Ideen kommen, oder ich kann beobachten, dass es so ist. Bei mir ist es so, dass ich dann auf einmal ein liebevolles Kribbeln spüre, plötzlich entspannter bin, dass ich eine Verbindung aufbaue zu diesem Ort, so als würde ich energetische Wurzeln schlagen. Über diese Wurzeln kann ich die Energien von Mutter Erde aufnehmen, und an einem Kraftort passiert das fast automatisch.

Ich habe meine Magisterarbeit über Geomantie geschrieben, und wie Geomantie auf uns wirkt. Geomantie ist die uralte Kunst des Erkennens und Erspürens von guten Plätzen in Raum und Landschaft und damit die Grundlage für ein harmonisches und gesundes Wohnen und Leben. Dieses geomantische Wissen ist erhalten, auch hier bei uns, es wird weitergegeben und weiter erforscht. Die Weisheit, die wir auch hier einst hatten, ist somit nicht ganz verloren. Die Geomantie ist ein Weg, an diese Weisheit wieder anzudocken, uns in die Energien der Erde einzuklinken und sie weiterschwingen zu lassen. Es gab jedoch auch in meinem Leben eine Zeit, in der ich das Wissen darum fast verloren hätte.

Meine Seele ist heil, no matter what

Nach meinem Studium war ich zehn Jahre als Managerin im Gesundheitswesen tätig. Ich hatte einen prestigereichen Job und auch äußerlich eigentlich alles, was ich brauchte. Dennoch hatte ich das Gefühl, da fehlt etwas, ich fühlte mich nicht ganz verbunden mit dem Außen und dem Innen. Sicherlich hatte ich auch ein bisschen Augenwischerei betrieben, denn ich tat doch schon etwas Sinnstiftendes, ich half erkrankten Menschen, so verkehrt konnte das doch nicht sein! Ja, ich war gut in dem, was ich tat, aber ich hatte bis dahin nicht effizient genug geschaut, wo wirklich mein richtiger Platz ist. Das Universum hat mir dann einen Tritt in den Hintern verpasst, in dem ich eine ernstzunehmende Krankheit nach der anderen durchmachte. Es war schließlich eine unerkannte Thrombose, die mich beinahe mein Leben gekostet hätte, und die mir gleichzeitig die schönsten fünf Minuten meines Lebens bescherte. An einem Sonntagmorgen, auf dem Weg zu meinem Auto, wurde sie zur beidseitigen Lungenembolie und verbarrikadierte den Zugang zwischen Herz und Sauerstoff. Ich brach zusammen und war für fünf Minuten nicht auf dieser Welt. Ich hatte ein Nahtoderlebnis.

In diesem kurzen und gleichzeitig ewigen Augenblick habe ich meine Seele in ihrer Reinform und Leuchtkraft erlebt, ohne die ganzen alltäglichen Herausforderungen, Streitereien und Befindlichkeiten. Ich durfte sie zum einem als Individuum wahrnehmen und gleichzeitig als Teil des Seelenmeeres in einem weißgoldenen gelblichen Licht. Und ich spürte, meine Seele ist heil, no matter what, egal was ich da unten auf der Erde vielleicht falsch mache. Das war so unglaublich schön, in diesem Licht zu baden, dass ich freiwillig nicht zurückwollte. Ich wurde jedoch zurück geschickt, durch diesen Tunnel, und je näher ich zur Erde kam, desto grauer wurde es, und auf einmal war ich wieder hier, auf dem nassen Asphalt neben meinem Auto.

Ich habe verstanden, dass ich eine Lebensaufgabe habe

Meine Seele erleben zu dürfen war ein großes Geschenk. Das klare Empfinden, dass ich nicht freiwillig zurück gekommen war, sondern geschickt worden bin, wurde zu einem tiefen Verständnis dafür, dass ich auf dieser Erde einen Job habe. Dass jemand das Vertrauen in mich setzt, dass ich jetzt, in dieser zweiten Runde, meinen Job erfüllen kann. Ich habe in diesem Moment verstanden, dass ich eine Lebensaufgabe habe, ich wusste aber noch nicht, welche. Ich habe mich dann erneut auf den Weg begeben und habe die verschiedenen Kulturen, mit denen ich schon während meines Studiums und auf meinen vielen Reisen in Kontakt gekommen bin, noch einmal gezielt unter diesem Aspekt erforscht. Ich habe philosophische und religiöse Ansätze untersucht, habe viel in alter Weisheit nachgeschlagen, mich aber auch mit neuer Wissenschaft und modernen Coaching Ansätze befasst. Teilweise stand ich noch im Kontakt mit den Menschen, die mir auf früheren Reisen begegnet sind, und ich konnte sie fragen: Wie finde ich heraus, was meine Lebensaufgabe ist?

Eine Antwort der Native Americans war, mich mit der Erde zu verbinden und Rituale durchzuführen, so dass der große Geist auf mich wirken und ich mein eigenes Geistwesen darin wiederfinden kann. Es gab auch buddhistische Meditationen, die mich mein Licht erfahren ließen und es gab jene moderne Coachingansätze, die mich weitergeführt haben, indem sie auf mein Wesen geschaut haben: Wie und wer bin ich wirklich, was sind meine Werte? Welche Talente wurden mir in die Wiege gelegt? Was will ich aus tiefstem Herzen heraus in dieser Welt bewegen? Gibt es in der Rückblende einen roten Faden, der sich durch mein Leben zieht, sowohl was freudige, aber auch dramatische Situationen angeht? Es gibt einen Zusammenhang zwischen Lebensdrama und Lebensvision und es gilt, diesen herauszufinden. Ich habe zum Beispiel für mich erkannt, dass ich lange klein gehalten wurde – in der Familie, in der Schule, in einem religiösen System, das mich umgab, aber auch von der Politik. Daher ist es kein Zufall, dass ich heute Menschen dabei unterstütze, in ihre wahre innere Größe zu finden.

Eine innere Kraft ohne Kraftaufwand

Meine Geschichte ist auch, dass ich mich bis zu meinem Nahtoderlebnis nicht verbunden fühlte mit meiner Seele, dass ich kein Gespür dafür hatte, was Seele eigentlich ist, wie sie sich anfühlt und wie ich sie sprechen lassen kann. Ein Teil meiner Lebensaufgabe ist somit auch, Menschen in Verbindung mit ihrer Seele zu bringen. Wie mein amerikanischer Mentor damals schöpfe auch ich dafür heute aus der Weisheit der alten Kulturen und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Durch eine handhabbare Didaktik können diese Fülle und die augenscheinliche Ungreifbarkeit von diesem neuen und alten Wissen greifbar gemacht werden. Auf diese Weise kann jeder in kleinen Schritten vorwärts kommen und sich all das erschließen, was in ihm ist, um seine ureigene Antwort auf die Frage nach seiner Lebensaufgabe zu finden. Denn: Solange wir krank sind, machen wir auch unseren Planeten krank. Wenn wir herausfinden, wie wir heil sein können, dann erlauben wir auch die Heilung unseres Planeten. Wir stehen ihr nicht mehr im Wege, sondern fördern sie sogar im besten Falle. Der innerste Schüssel dafür ist, seine Lebensaufgabe zu kennen. Wenn wir unsere Lebensaufgabe finden und leben, an unseren richtigen Platz ankommen, nicht logistisch, sondern im Innern und im Außen, dann können wir auch in unserer wahren Identität ankommen und müssen immer weniger im Außen kompensieren. Dann entwickeln wir eine innere Kraft ohne Kraftaufwand in uns und können uns auch aus vollem Herzen um unsere Erde kümmern. Auf diese Weise entsteht „Heilsein“. In uns, in anderen Menschen und in der ganzen Welt.

Gerade Hochsensible haben die Gabe, in dieser Welt heilsam zu wirken – auf Menschen, Tiere oder Pflanzen, auf Mutter Erde insgesamt. Ich habe beobachtet, dass sie einen leichteren Zugang zu indigenem und intuitivem Wissen haben. Ich halte es für sie und ihr Umfeld für unentbehrlich, dass sie ihre Lebensaufgabe entdecken und leben und somit dazu beitragen, altes Wissen zu neuem Leben zu erwecken und die Welt ein Stück heiler zu machen – jeder auf seine Art.


Marit Müller ist Coach, Trainerin, Hochschul-Dozentin und Körpertherapeutin. Mehr über ihre Arbeit auf www.health-and-soul.com

Dieser Artikel ist Teil des Blogs What's your Story - Hochsensibilität neu erzählt
Hier gibt Autorin und Story Coach Sabrina Görlitz hochsensiblen Menschen die Möglichkeit, ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen und endlich gehört zu werden.

Sieben Verlage unter einem Dach - Kamphausen.Media aus Bielefeld mit den Imprints jkamphausen, Aurum, fischer&gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum sowie der Tao.Cinemathek verlegt seit über 35 Jahren Bücher in den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Psychologie. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg in seinen Talenten und seinem Bewusstsein, seinem Glück und seiner Essenz bestmöglich zu unterstützen.
Menu
KAMPHAUSEN.MEDIA        IMPRESSUM        AGB & WIDERRUFSBELEHRUNG        DATENSCHUTZ        HAFTUNGSAUSSCHLUSS