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Wer zurückbleibt, geht meistens voran!

Katharina Middendorf und Ralf Sturm berichten abwechselnd über ihren Alltag als Paar-Therapeuten

Was machen wir, wenn unser geliebtes Gegenüber sich bereits aus der Beziehung verabschiedet hat?

von Katharina Middendorf

Es kommt in den besten Beziehungen vor, dass sie sich dem Ende nähern. Zumindest sieht es manchmal so aus. Meist gibt es eine*n der/die gehen will oder nicht mehr sicher ist und eine*r der/die bleiben will und ganz sicher ist. Den/die erwarten dann genervte Blicke, das Gefühl mit jedem Angebot das man macht auf Eierschalen zu gehen, spitze Kommentare und mangelnde Zärtlichkeit. Wie schafft man es da herauszukommen? Besonders wenn man noch liebt, weil die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt? Dieser Artikel ist für die, die bleiben wollen. Und ein Aufruf, sich wieder ans Steuer zu setzen.

Die bittere Erkenntnis.

 Im Grunde merkt man es schon lange: der Drops ist eigentlich gelutscht. Man spürt: Ich bin nicht mehr gewollt. Doch weil diese Erkenntnis sehr schmerzhaft ist, versuchen wir das Handeln vor uns herzuschieben. Wir kramen in unserer Erinnerung, wie schön es evtl. noch vor kurzem war, dieser eine Moment, als… Und wir leveln den Schmerz herunter, indem wir uns sagen: „Vielleicht bin ich auch einfach zu empfindlich?“. Doch tief im Inneren haben die Ablehnungen des/r Partner*in bereits Spuren hinterlassen.

Haben Sie Mut diese Erkenntnis zu spüren! Haben Sie Mut, sich selbst zu vertrauen! Und haben Sie Mut, dem Schmerz zu begegnen!

Nicht zum Freud werden!

Es ist ganz normal, dass sich der menschliche Geist Erklärungen zurechtlegt, warum die Ablehnung in ihrer Beziehung angekommen ist. Man kann dann in der Kindheit des/r Partner*in suchen z.B. „Die Mutter war sehr bedrängend“. Man kann Parallelen zu sich finden, man kann sein eigenes Verhalten analysieren: „Ich bin auch einfach zu anhänglich“, um Gründe zu finden, warum es zur Distanz gekommen ist. Und man kann die äußeren Umstände wie z.B. „ Wir sind seit 20 Jahren zusammen, da ist das ja normal.“ heranführen. Und so wenig analytisch es nun klingen mag: es kann ja sein, dass das ein oder andere zutrifft. Die Frage ist aber eine andere:  Wollen Sie sich weiter ablehnen lassen? Oder: Wie lange wollen Sie sich noch weiter ablehnen lassen?

Schauen Sie, unabhängig vom „Warum?“ einmal auf die Frage: Wenn sich nichts ändert – wie lange halte ich das so noch aus? Legen Sie für sich einen Zeitpunkt fest, bis zu dem sich etwas verändert haben soll. Dann überlegen Sie, an welchen Handlungen Sie diese Veränderung bemerken würden? Was müsste getan, bzw. was müsste unterlassen werden, damit Sie die Veränderung spüren, für die es sich lohnt, den Faden wieder aufzunehmen? Teilen Sie das aber bitte um Himmels willen Ihrem Partner mit, damit der eine Chance hat ihnen entgegenzukommen. Die Beziehung ist zustande gekommen, weil zwei Leute sich dazu entschieden haben. Es reicht einer, um sie zu beenden. Aber wollen Sie derjenige sein, der das alleine tut?

Die Situation als Gewinner*in verlassen!

Es ist nicht verwunderlich, dass man sich als Abgelehnte*r als Verlierer*in der Beziehung sieht. Doch hier gibt es auch eine andere Sichtweise. Sie haben etwas erkannt! Nämlich, dass etwas nicht mehr läuft. Mit diesem Wissen, dieser Erkenntnis, können Sie nach vorne blicken. Sie möchten an einer für sich unzumutbaren Situation etwas ändern. Das bereits ist die Pole-Position! Auch wenn Sie vielleicht schon lange nicht mehr das Gefühl gehabt haben, noch am Steuer der Beziehung zu sitzen – Sie sitzen da schon! Und wo Sie dann mit dieser Freiheit hinfahren werden, das entscheiden Sie! Sie können alleine die Route66 entlang fahren, Sie können einen neuen romantischen Road-Movie drehen oder Sie beginnen, ihren alten VW-Bulli auf Vordermann zu bringen und laden Ihre Partner*in zu einer Spritztour ein… Ausgang ungewiss!

Wenn Sie Fragen an Katharina Middendorf und Ralf Sturm haben schreiben Sie uns an: info@kamphausen.media

Für Einzel- und Paartermine können Sie unsere Autoren in der Berliner Praxis oder per Skype oder Telefon kontaktieren: 

Middendorf · Sturm
Praxis für Paar- und Sexualtherapie

Riemeisterstr. 114

14169 Berlin

Tel.: +49 (0) 30 98375922

info@middendorf-sturm.de
Paartherapie in Berlin

Hören Sie rein: Katharina Middendorf und Ralf Sturm im ZEIT ONLINE-Podcast „Ist das normal!“ zum Thema: Man kann lernen zu lieben und geliebt zu werden. 

Innenansichten


Bei uns erschienen
Sieben Verlage unter einem Dach - Kamphausen.Media aus Bielefeld mit den Imprints jkamphausen, Aurum, fischer&gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum sowie der Tao.Cinemathek verlegt seit über 35 Jahren Bücher in den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Psychologie. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg in seinen Talenten und seinem Bewusstsein, seinem Glück und seiner Essenz bestmöglich zu unterstützen.
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