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Unsere "Neue Realität"

Wie es gelingt, nach der Angst ein positives Narrativ zu entwickeln

von Mechthild Rex-Najuch

Wohin führt uns die "Neue Realität"?

Wir sind nicht unangreifbar. Wir sind auch nicht unabhängig. Im Gegenteil, wir sind außerordentlich zerbrechlich und schlicht und einfach ein Teil dieser Welt. Zumindest das hat sie deutlich gemacht – die Pandemie.

Alte Realität - Neue Realität

Überall wird die sogenannte „Neue Realität“ beschworen. Doch was bedeutet sie? Etwa Masken, Abstand, Hygieneregeln, Hustenetikette, Verunsicherung, Kollaps oder Angst? Das möchte ich mir nicht vorstellen. Auf keinen Fall wird alles wieder wie vorher, die alte Realität ist definitiv Vergangenheit. Zu ihr zurückzukehren scheint weder möglich noch sinnvoll. Pragmatische Weltuntergangsstimmung ist zwar naheliegend, aber ganz sicher nicht die einzige Möglichkeit. Und ja: Eine neue Realität birgt Risiken, weil wir so vieles nicht genau wissen. Fehler zu machen bei der Erschaffung einer neuen Realität ist sehr wahrscheinlich. Bleibt also tatsächlich nur die Erstarrung, der Rückzug in eine sichere Umgebung?

Rückzug auf den Stuhl

Manchmal drängt sich mir das Bild von Menschen auf, die auf Stühlen stehen, um sich vor Mäusen in Sicherheit zu bringen. Zugegeben, der Vergleich hinkt, aber das Bild bleibt. Eindringlich. Wir haben uns auf Stühle zurückgezogen und vom Leben entfernt. Unser Handlungsraum wird kleiner, und erstaunt beobachten wir, wie wenig Bewegungsfreiheit eine Sitzfläche bietet. Sogar ein Rundumblick fällt schwer. Beste Voraussetzungen für eine Dystopie, einen negativen Zukunftsentwurf, ein Zerrbild der Möglichkeiten. Was wäre, wenn wir vom Stuhl steigen und festen Boden suchen würden? Die unvermeidliche Frage danach, wie Zukunft entstehen kann, wäre immer noch da.

Eine vorhersagbare Zukunft – erstrebenswertes neues Ideal?

Eine vorhersagbare Zukunft würde sich an den alten, bekannten Daten orientieren. Aber können wir das nicht besser? Offenes Experimentieren, Kommunizieren und Freiheit zu finden innerhalb der derzeit gesteckten Grenzen, klingt für mich viel einladender. Eine Utopie? Nun, ich erwidere Dir: Alles, was wir für Realität halten, hat mal als Utopie angefangen. Diesen Teil der Reise vergessen wir gerne, weil er uns so weit von unserer Komfortzone entfernt, dass es manchmal unerträglich sein kann. Doch ich bin überzeugt: Nicht Sicherheit kann das entscheidende Kriterium für unser Überleben sein. Richtiger, in jedem Fall wichtiger, sind Begriffe wie Vision, Mut und Aufbruch, denn nur mit ihnen können wir eine Änderung herbeiführen. Das ist nicht mit der Aufforderung zu verwechseln, die Pandemie zu ignorieren oder in den Widerstand zu gehen. Aber es wird ein Danach geben, und bis dahin ist die Angst kein guter Ratgeber. Mit ihr finden wir keine tragbaren Lösungen. Denken und fühlen, offen sein und visionär ist weder gefährlich noch ignoriert es die Regeln. Freiheit zu finden im Rahmen von Beschränkungen – das ist eine Möglichkeit, die außerordentlich fruchtbar sein kann.

Fragen statt Antworten

Vorrangig sind da immer noch die stets selben Fragen im Raum: Wo stehen wir jetzt und was wollen wir jetzt tun? Und: Wer findet die erlösenden Gedanken? Im Zweifelsfall wir selbst. Erlösung, ein ebenso altmodisches wie kraftvolles Wort. Es enthält den Begriff der Lösung. Eine, die schon im System angelegt ist. Keine, die von außen gebracht wird.

Inspiration als Gegengift

Ich möchte Dich einladen, Geschichten aus der Zukunft zu lesen und sie in Dir weiterzuspinnen. Deswegen schreibe ich diesen Blog, in der Hoffnung, dass er Dich berührt. Ich biete Dir Inspiration als Gegengift zu der überall präsenten Aussichtslosigkeit. Entfaltung und unerwartete Erkenntnisse sind für mich Treiber einer Evolution des Bewusstseins, die schlicht und einfach notwendig ist. Und: Wir haben Zeit dafür, denn die zwangsweise Pause bietet Raum zum Philosophieren. Ich suche nach Menschen, die bereit sind zu experimentieren, die sich auf einen Raum voller Möglichkeiten auch dann einlassen, wenn überall die Krise im Vordergrund steht. Menschen, die es aushalten, nicht zu wissen, wie eine Lösung aussehen kann, aber sicher zu sein, dass es eine gibt. Menschen, die es wagen, Ja zu sagen, zu dem Risiko, am Leben zu sein.


Das Bild mit auf einem Stuhl stehenden Menschen habe ich in einer Geschichte verarbeitet, die aus einem Dialog über Farben zwischen mir und dem Illustrator Ignasi Blanch Gisbert stammt. Sie heißt: Das tapfere Grün..

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Über die Autorin

©Jochen Quast

Mechthild Rex-Najuch schreibt seit ihrem 15. Lebensjahr. Ihr Interesse an Menschen lebt sie nicht nur als Therapeutin aus, sondern sie beobachtet und hört auch privat genau zu. Zwischen Patienten, Fachbüchern, Romanen und Kurzgeschichten verfolgt sie das Ziel, Inspiration und Kreativität als selbstverständliche Einflüsse zur Problemlösung zu nutzen. Diesem Aspekt will sie mit diesem Blog ein eigenes Gesicht geben.
An dem Fachbuch Hochsensibilität, das 2018 bei Fischer & Gann erschienen ist, hat sie maßgeblich mitgewirkt. 

Mechthild Rex-Najuch ist auch in den sozialen Netzwerken vertreten:

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