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Kein Einfacher Tag

von Robert Ehrenbrand

© Birgit Hart

Ein Jahreswechsel der augenscheinlich nichts verändert. Ein erneuter Lockdown. Ein verrücktes vergangenes Jahr 2020.  Viele neue Herausforderungen.  Vieles nicht gerade einfach.

E I N F A C H.

 
Ein seltsames Wort, denn unbewusst streben wir oftmals genau dahin…nämlich, dass Dinge „einfach“ sind. Oder anders ausgedrückt: komfortabel.
 
Kaum ein Jahr hat uns für viele unserer bestehenden inneren Baustellen so viele Ausreden geliefert wie 2020. Und gerade weil die Umstände derzeit so fordernd sind, erlauben wir uns (vielleicht öfter als sonst) die Belange, die wir noch kontrollieren, etwas komfortabler einzurichten. Wenn doch schon alles um uns herum komplex und fordernd ist, warum nicht ein wenig die Zügel locker lassen, wo das noch geht, oder? Gerade jetzt 2021. Haben wir uns doch verdient, oder?
 
Sei es ein bisschen länger zu schlafen (Home Office macht’s möglich), ein wenig mehr Hinwendung zu Snacks (der Kühlschrank ist aber auch nahe am Wohnzimmer) oder einfach mehr Netflix als Bücher. Ich will hier nichts verallgemeinern und vielleicht stellt sich die Situation bei Euch auch ganz anders dar. Fair enough! Aber was ich derzeit so zu Ohren bekomme, scheint uns die Suche nach einem „einfachen“ Tag inmitten dieser verrückten Zeit durchaus zielführend zu erscheinen.
 
Wo also liegt nun das Problem, wenn wir uns ein wenig mehr Komfort gönnen? Spaßbremse much? Überhaupt nicht. Ehrlich gesagt, war einer meiner führenden Kompassnadeln in meinem Leben einzig und allein die Suche nach Freude. Und ebenso sehr auch nach Erfüllung. Beides hat durchaus etwas mit Spaß zu tun, aber nicht nur. Denn Spaß ordne ich zumeist als etwas kurzfristig, schnell verfliegendes, ein. Freude ist dauerhaft oder anders gesagt: Freude ist ein Zustand in dem ich mich langfristig begeben kann, während Spaß kurz aufflammt und dann wieder verglüht. Und genau hier bekommen wir Probleme mit der Suche nach einfachen, komfortablen Tagen!
 
Vieles mit dem wir uns vermeintlich „belohnen“ macht uns langfristig gesehen immer träger.
Vieles was wir uns in dieser heftigen Zeit „ersparen“ wäre genau was uns Energie schenkt.
 
Ich denke wir könnten mit etwas mehr Mäßigung (unsexy Wort, ich weiss) sehr viel mehr Freude und Energie in uns spüren. Wir brauchen dafür keine Experten, die uns genau unsere Nahrungs- oder Schlaf-Quota ausrechnen und uns in Statistiken begraben. 
Nein, ein bisschen weniger ist in fordernden Zeiten oftmals mehr
 
Überschaubarere, dafür aber gesündere und frischere, Mahlzeiten. 
Kürzere Nächte mit etwas besserem Schlaf. 
Erfülltere Tage, die etwas früher beginnen.
Weniger Smartphone & Laptop und mehr echte Bücher.
Mehr Zeit draußen, auch wenn es Herbst und gar Winter wird.
Movement, Meditation und Fokus auf das HIER & JETZT, auch wenn uns das HIER & JETZT etwas weniger optimal erscheint als es sein könnte.
 
Ich versichere Euch: kein Spaziergang oder Lauf wird Euch auch bei Regen umbringen! Aufstehen, wenn es draußen noch dunkel ist, ist durchaus nicht nur etwas für Vampire!
Kalte Duschen sind auch im Herbst und Winter zur richtigen Zeit sehr zu empfehlen!
Und Obst, Gemüse, Bewegung, tiefe Atmung und Bücher lesen ist IMMER eine gute Idee.
 
Nicht nur trotz der derzeitigen, seltsamen Zeit, sondern gerade dann!
 
Hört auf nach Komfort zu suchen und findet Energie. 
 
Wann? JETZT.
 
Ich glaube daran, dass diese fordernde Zeit ein unglaublicher (wenn auch strenger und wenig sympathischer) Lehrer für uns alle sein kann.
 
Ein Lehrer, der uns an die Hand nimmt und dahin zurückführt, wo die Reise Richtung Freude beginnt und endet: in uns. 
 
Ich glaube, dass wir an den Herausforderungen dieser Tage wachsen können. 
Dass wir einiges aus dieser schwierigen Zeit mitnehmen können.
Ich glaube an uns.
 
In dem Maße, in dem wir es schaffen zielführende Aktivitäten unabhängig von Motivation in unseren Tagen umzusetzen. In dem Maße, in dem wir innere Anspannung nicht an anderen auslassen sondern in unserer täglichen Praxis (egal ob Movement, Meditation oder Atemarbeit) als Energieschub nutzen. In dem Maße in dem wir aufhören starr auf sich verändernde externe Impulse zu hoffen. In dem Maße werden wir an den derzeitigen Schwierigkeiten wachsen.
 
Denn wenn es eine Inkarnation gibt, die 2021 als geradezu revolutionär anzusehen wäre, dann ist es unser authentischstes Selbst, frei von Anspannung, Angst und Druck.
 
Und wann wir beginnen genau diese Inkarnation zu erschaffen? 
Genau: JETZT.

Robert Ehrenbrand ist Vater, Ehemann, Yogi, Wirtschaftspsychologe, Kampfsport Enthusiast, Coach und Musiker (Bassist der US-amerikanischen Band BOYSETSFIRE). Er unterrichtet Seminare, Yogaklassen und virtuelle Trainings, in denen er Menschen hilft, physisch wie auch mental zu wachsen mit dem Ziel, die eigene Kraft und Intuition zu erwecken und verborgene Potentiale zu finden. www.robertehrenbrand.de

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