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“Die Göttliche Gegenwart”

Ein Gespräch mit Lars Muhl, September 2020

Text: Naleea Landmann, Fotos: Anders Rye Skjoldjensen

Am anderen Ende der Leitung meldet sich Lars Muhl mit heller Stimme als ich ihn zu unserem verabredeten Termin für ein Gespräch über die Göttliche Gegenwart anrufe. 
“Einen Moment noch- ”
Im Hintergrund ist eine wunderschöne Melodie zu hören.
“Ok!” Er habe sich gerade einen Tee gemacht, doch nun sei er “ganz Ohr”.
Was ist das für eine Musik? ...
“‘Sure On This Shining Night’, von Morten Lauridsen, in einer Interpretation von Vox Humana”, ob ich das Stück kennen würde?
Ich höre für einige Momente zu, und empfinde dieses tiefe Staunen ... über die Schönheit von Klang, und die Wärme, die sich durch Stimmen, die in Harmonie miteinander sind, in meinem Herzen ausbreitet – diese innere Öffnung eines Seelenraumes, den wir durch das, was wir ‘Kunst’ nennen, betreten oder in uns entstehen lassen können.

Vergiß nie, dass wir dazu bestimmt sind, Heiler, Dichter, Geschichtenerzähler, Tänzer und Sänger zu sein.

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

- ist der letzte Satz in seinem neuen Buch “Die Gottes Formel”. Wie immer, wenn ich ihn höre oder lese, öffnet er mein Herz, und lässt ein Lächeln in mir entstehen – jedoch auch die folgende Frage: “Gibt es nicht viele Menschen, die der Meinung sind, sie könnten nicht singen oder tanzen, hätten ‘kein Talent’ für Sprache, oder keinen Mut oder kein Selbstvertrauen, ihre Stimme zu erheben und eine Geschichte zu erzählen? Geschweige denn, sich als ‘Heiler’ zu bezeichnen?”

- Ja, genau das sei ja der Punkt! – und ich höre die Begeisterung in seiner Stimme –

“Menschen leben in der äußeren Beurteilung mit sich, oder auch in der Beurteilung von anderen, anstatt im verinnerlichten Erfahren zu sein. Genau DAS ist der Schlüssel zum Erleben der Göttlichen Gegenwart. Aus dem ‘Wissen-wollen’ hin zum Erlauben des Erfahrens.

Vom ‘Einordnen-Wollen’ hin zum Entfalten-lassen, Begleiten, Spüren.”

Es gibt also immer dieses ‘entweder-oder’? Diese Wahl?

“Ja, wir haben immer eine Wahl. Jedoch ist es eher ein ‘sowohl-als-auch’, denn wir befinden uns in einem Prozess des Entfaltens, und es ist wichtig, dass wir uns selbst im liebevollen Mitgefühl unseres Herzens begleiten, anstatt zu glauben, wir müssten dem schwarz-weiß Denken unseres Intellektes folgen.

Freiheit und Gegenwärtigkeit entsteht, wenn wir jede Entscheidung aus der Frequenz der Liebe treffen.

Zum Beispiel habe ich mich entschieden, genau diese Musik aufzulegen. Und gerade eben hast Du entschieden, ihr tatsächlich zuzuhören. Sie wahrzunehmen. Wir hätten auch so mit unseren Persönlichkeiten beschäftigt sein können, dass wir sie gar nicht wirklich gehört hätten.”

Er lacht leise: “Ja, so ist das, jeder Moment ist angefüllt mit Potential, mit so vielen  Wahlmöglichkeiten... und ist es nicht spannend?, wie wir bei so vielen Gelegenheiten unsere ‘ausgetretenen Pfade’ wählen, anstatt unseren Herzen und der Wahrhaftigkeit folgen?”

Seit dem Tag Deiner Geburt hat eine ganze Welt voller wohlmeinender Individuen – Deine Familie, Deine Lehrer, Deine Freunde, Partner, Meinungsmacher, Prominente, Künstler, Gurus, Behörden, Regierungen und andere Autoritäten – versucht, Dich in das Spiel des Lebens einzuweihen. Wir alle sind nach den Normen und Dogmen der Gesellschaft, der wir angehören, erzogen worden.

Obwohl sich viele von uns daran erinnern, dass wir eine bewusste Wahl bezüglich des Ortes und Zeitpunktes unserer Inkarnation getroffen haben, können diese Normen von uns als einschränkend empfunden werden. Möglicherweise haben sie viele schmerzhafte Erfahrungen in unserem Leben verursacht. Was wäre jedoch, wenn wir uns entscheiden würden, sie einfach nur als den Status quo einer Welt anzusehen, in der wir uns gegenwärtig aufhalten?

Ein Status quo, dem wir uns sicherlich nicht unterwerfen müssen, und der nur der weltliche Ausgangspunkt unserer Reise zurück in die Freiheit ist, aus der wir ursprünglich gekommen sind – sobald wir uns entscheiden, der Weisheit unseres eigenen Herzens zuzuhören und ihr zu folgen.

Dann würden wir aufhören, Fragen zu stellen wie: Welche Art von Verhalten findet die Anerkennung der anderen? Welcher Moralkodex, welche Konzepte über die Welt oder die Menschheit werden erwartet, sind erlaubt und akzeptiert und welche nicht? Stell Dir vor, Du lässt all diese Gedankenstrukturen los, stell Dir ein Tor vor, durch das Du jetzt hindurchgehst: ab jetzt, Kraft Deiner Entscheidung in diesem Moment, lebst Du Dein Leben nur noch als Zeuge dieses ‘Spiels der Welt’, ohne Dich mit diesem Spiel und den dazugehörigen Spielregeln zu identifizieren.

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

Es ist also das tägliche Erinnern, das Erinnern an unsere Freiheit und dass wir in jedem Moment eine Wahl haben?

“Ja, und im Endeffekt gibt es immer nur eine einzige Entscheidung, ganz egal, wie eine Situation auch aussieht, welche ‘Gewänder’ sie trägt – ob wir mit jemandem in Unfrieden sind, ob wir gerade Einsamkeit empfinden, Hilflosigkeit, innere Unruhe, ob wir beurteilen, oder uns selbst beurteilt fühlen - was auch immer es ist, die Wahl ist diese: Verharre ich in dem Zustand, der gerade meine Aufmerksamkeit einnimmt, meine Gedanken und Gefühle beschäftigt - und in der Identifikation mit ihm? Oder öffne ich mich der Präsenz von Begleitung, Lösung, Wahrhaftigkeit, Frieden und Liebe? Alles ‘Attribute’, die wir sozusagen ‘ausgeparkt’ haben, und mit dem All-Liebenden, All-Wissenden, All-Mächtigen Prinzip, oder Gott, in Verbindung bringen. Jedoch leider meistens nicht mit uns, unserer Persönlichkeit, und schon gar nicht mit der Möglichkeit, sie tatsächlich in unserem Alltagsleben zu integrieren und auszudrücken.

Aber was wäre, wenn es gerade darum ginge? Und um sonst nichts weiter?

Wenn das unser einziger Grund des Daseins, unseres hier seins wäre: uns in die Verbindung zu der Schwingung unserer Herkunft als ‘Bild Gottes’ zu begeben?”

“Gott schuf den Menschen nach Seinem Ebenbild. als Mann und Frau schuf er sie.” (Genesis 1:27)

Wir sind als Ebenbild Gottes geschaffen ... Wie sollen wir das verstehen? Wie sieht Gott aus? Was für ein “Bild” ist hier gemeint? Und wenn wir wirklich nach Seinem Bild erschaffen worden sind – müssen wir dann nicht auch Zugang zu seiner Schöpferkraft haben? Wurde uns das nicht in den letzten Jahren immer wieder gesagt: dass wir Menschen bewusst annehmen sollen, Mitschöpfer zu sein, und dass dieses Potenzial von uns nur auf seine Aktivierung wartet? Was wäre also, wenn das göttliche Bild, in dem wir erschaffen wurden, eine Kraft oder Energie wäre? … Wenn ich den Gedanken zulasse, dass das Bild Gottes, in dem wir erschaffen wurden, eine Kraft ist – ist das nicht genau die Kraft, von der Yeshua spricht, wenn er uns im Lukas-Evangelium und im Thomas- Evangelium sagt:

“Das Himmlische Königreich ist in Euch – und um Euch herum!”?

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

Das Himmelreich oder Das Himmlische Königreich ist also nicht irgendein obskurere Ort, der irgendwo ‘da oben im Himmel’ ist, sondern vielmehr ein Zustand und eine Kraft, die im Inneren des Menschen anwesend ist - und auch überall um ihn herum schwingt. Das Himmelreich ist einfach das wahre Element des Menschen, so wie das Wasser das wahre Element für einen Fisch ist. In ihm lebst und atmest Du. Gott ist kein Begriff, sondern das schaffende Bewusstsein hinter allem Erschaffenen. In diesem Bewusstsein bist Du geborgen, Es ist allgegenwärtig und unveränderlich, und Du kannst jederzeit zu Ihm und Seiner Schwingung Kontakt aufnehmen.“

Diese Schwingung zu spüren, wahrzunehmen, für wahr zu nehmen, und nicht unter Bergen von Grübeleien oder emotionalen Identifikationen zu begraben sei der Sinn jeder spirituellen Praxis.

Im Anbeginn der Zeit schickte Gott seinen ersten Gedanken ins unendliche Nichts der Möglichkeiten. Dieser Gedanke bestand aus gleichen Teilen Klang und Licht. Wenn man im Johannesevangelium lesen kann,

“Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott,'' muss man auf die aramäische Ausgabe dieses Evangeliums zurückgreifen, um den Satz zu verstehen. Dort kann man lesen, dass der aramäische Ausdruck ‘milta’, der ins Griechische mit ‘das Wort’ übersetzt worden ist, in Wirklichkeit ‘bewusstgemachte Schöpferkraft’ bedeutet, und dass diese Kraft die Schöpferkraft Gottes ist. Das aramäische Wurzelwort SHM drückt diese bewusstgemachte Schöpferkraft aus, von der in den Evangelien gesprochen wird. Indem er sein Bewusstsein und damit sein schaffendes Licht (sein SHM) ins Dunkel schickte, machte Gott in einem Moment das Unbewusste bewusst und schuf dadurch das intelligente Universum, wie zeitgenössische Physiker es benannt haben.

(Auszug aus “The Wisdom of a Broken Heart”)

Der Prozess des Bewusstwerdens als Sinn und Zweck unseres Daseins? Das ‘Hellerwerden’? Ein leichter und lichter Werden? Oder ist es so, dass wir erst im Erfahren des ‘Hellseins’ einen Sinn erkennen können? Der uns dann offenbart wird, wenn wir ein bestimmtes Bewusstsein erreicht haben? Frage ich gleichzeitig ihn und auch mich.

“Vielleicht beides. Oder auch keines von beiden. Denn vielleicht verschwindet das Bedürfnis des Fragens und Erkennen-Wollens eines Sinnes in dem Maße, in dem Erkenntnisse und Antworten in uns Platz nehmen werden.”

Nach so einer Aussage kann man eigentlich jedes Gespräch beenden und stattdessen für den Rest der Zeit gemeinsam in Stille sitzen – oder zum Gefrierschrank gehen und ein Schokoladeneis essen.

Ich entscheide mich für keine der beiden Möglichkeiten.

Das Ende des Dokumentarfilmes ‘Der Seher’ erscheint vor meinem inneren Auge, wo die folgenden Worte, begleitet von den wunderschönen Klängen von Beethovens Adagio seiner 9.Sinfonie, auf der Leinwand zu sehen sind:   

“Du selbst bist der Abgrund, der sich unter Dir öffnet, und die Brücke, über die Du gehen mußt. Du selbst bist der Weg, dem du folgen, und der Berg, den du erklimmen musst. Du bist die Höhle, die Du finden und betreten musst. Und wenn Du dort zur Ruhe kommst, wirst Du erkennen, dass Du die Wolke am Himmel über Dir bist, dass Du der Regen bist, der fällt und wieder verdunstet; und der Wassertropfen, der bald der Ozean sein wird. Dann wirst Du wissen: Du bist in O – und O ist in Dir.”

(Lamu)

Fragen stellen ist immer eine gute Möglichkeit, um wieder Boden unter den eigenen Füssen zu spüren.

Die erste, die mir in den Sinn kommt, ist die Frage, was für eine Rolle Gebete und das Lesen von Weisheitstexten oder Schriften in seiner eigenen Praxis spielen.

“Zunächst einmal muss ich dazu sagen, dass das Wort ‘spirituelle Praxis’ oder auch ‘Praxis’ irreführend ist, wie so viele Worte, denn es markiert oder kreiert oder erweckt den Schein eines Zustandes, der getrennt ist vom Rest des eigenen Seins. Ein Spirituell-Praktizierender-Lars entsteht, und einer der kocht, einer der Klavier spielt, einer der im Wald spaziert und einer der einkaufen geht. Natürlich gibt es in Wahrhaftigkeit keinen Unterschied zwischen dem Sitzen auf einem Meditationskissen und dem Schieben eines Einkaufswagens. Nur unser Denken will unser Leben in unterschiedliche Sektionen und Zugehörigkeiten von Themen zu Orten und Zeiträumen einteilen. Wenn Menschen zu mir in einen Workshop kommen sage ich immer: ‘Willkommen in der Pause! Ab Montag fängt der Workshop für uns alle wieder an. In der Zwischenzeit (Anm.: an diesem Wochenende) können wir einfach gemeinsam in der Gegenwart sein – gemeinsam Frieden erleben und Hingabe, Erkenntnis und Erinnerung durch Stille, Gesang und Gebet erfahren.’ ”

Natürlich wünscht er sich auch, ein Kanal zu sein, der dazu beiträgt, dass das alte Wissen in Erinnerung behalten und tief verstanden wird, jedoch empfindet er dass das Vermitteln der Erfahrung des Verbundenseins seine Hauptaufgabe sei. Er ist davon überzeugt, dass Menschen erst wirklich etwas lernen, sich erst wirklich auf eine Veränderung einlassen, wenn sie etwas selbst erlebt oder erfahren haben.

Durch so eine Erfahrung, ob in Gemeinschaft oder in der eigenen Meditation, wird es einem leichter fallen, aus den Verhaltens- und Rollenmustern, die wir uns angewöhnt haben, auszusteigen.

So könne ein tagtägliches Zeit-Nehmen für eine Praktik, wenn man zurück im ‘Workshop-Alltag’ seines Lebens ist, einem helfen, ein harmonisches Feld in sich und um sich zu etablieren und aufrecht zu ‘halten’.

Denn das Sprechen oder Singen von Gebeten, die Arbeit mit dem Atem und das Lesen von Heiligen Texten sind für ihn Mittel zur Schwingungs- oder Frequenzerhöhung, die ihm erlauben oder ermöglichen, sich von ‘der Welt der Fragen’ zur ‘Welt der Antworten’ zu begeben.

“Ich nenne diesen höheren Zustand der Wahrnehmung ‘Die Welt der Antworten’. Die meisten Menschen versuchen, die Antworten auf ihre Fragen an einem Ort zu finden, den wir ‘die Welt der Fragen’ nennen könnten, d.h. die Welt, wie wir sie kennen, einschließlich des Bewusstseins, mit dem wir uns auf einer alltäglichen Ebene in ihr bewegen.

Antworten auf Deine Fragen können nicht in der Welt der Fragen gefunden werden. Die Antworten, die wir hier finden können, sind eindimensional und nur vorübergehend. Um langfristige Lösungen und Ewige Weisheit zu finden, müssen wir uns an Die Welt der Antworten wenden, die dort beginnt, wo der menschliche Intellekt und die drei-dimensionale Realität aufhören zu existieren.”

 (Auszug aus “Die Gottes Formel”)

“Wir haben so viele Fragen, und suchen die Antworten meistens außerhalb von uns selbst.”

Kann es jemals eine für uns passende Antwort geben, die nicht aus uns selbst entstanden ist, sondern die Erfahrung und Schwingung eines anderen trägt?

Und die dann auch noch etwas versucht zu beantworten, was eigentlich gar nicht in Worte zu fassen ist...

“Bevor ich meinen Lehrer, den Seher und Heiler Calle de Montségur traf, habe ich nie wirklich praktiziert, was ich gelesen habe. Ich war eine wandelnde Bibliothek, habe Wissen über Wissen um mich herum angehäuft – und habe dann in ihm jemanden getroffen, der fast gar nichts gelesen hat. Stattdessen war er in einer konstanten Verbindung zu unterschiedlichen Realitäts- und Wahrhaftigkeitsebenen, seiner eigenen Intuition, und seinem ‘Board of Directors’, seinen ‘Vorstandsvorsitzenden’, wie er das Team von Geistführern nannte, mit denen er verbunden war.”

“Er hat mich dazu gebracht, mein Wissen in Weisheit zu verwandeln – was immer dann passiert, wenn wir während des Lesens oder Zuhörens eines Textes in Verbindung mit dessen Quelle bleiben, seine Frequenz oder sein Pulsieren spüren, anstatt ihn rein intellektuell zu analysieren, einzuordnen, oder verstehen zu wollen, und dadurch eine Mauer zwischen uns und seiner Essenz errichten. Im deutschen Wort ‘erfassen’ liegt dieses Erfahren, wofür wir unser Herz und unseren Geist und vielleicht auch unsere Seele benötigen, anstatt das reine Einordnen und Einsortieren des Verstandes.”

Als ich ihn frage, welche innere Praxis oder welche Schrift die ist, die ihm am meisten hilft, in die Gegenwart zurückzukehren, braucht er nicht lange über eine Antwort nachzudenken:

Die Arbeit mit dem Heiligen Geist, auf aramäisch RUKHA D’KOODSHA, da sie seinen Fokus komplett von einem persönlichen Beeinflussen-Wollen einer Situation entfernt, von dem man als Mensch einfach nie komplett frei sei.

Auf meine Nachfrage hin einigen wir uns auf: “Zumindest bis jetzt noch nicht.”

Und ich freue mich über das Aufspüren einer Gedankenstruktur, die transformiert werden kann, wenn wir bereit dazu sind.

So wie er es auch in seinem Buch ‘Die Gottes Formel’ beschreibt, ist die Praxis ‘Das Gebet des Heiligen Geistes’ verbunden mit dem Manifestieren des ‘Himmlischen Königreiches’, MALKOOTA D’SHMEYA - der Schwingung der Allumfassenden Liebe, der reinen Präsenz des Einen Seins. Seiner Erfahrung nach löst dieses Gebet alle Formen von Spannungen auf und öffnet jede gegebene Situation für den Ausdruck des Höchsten Wohles aller Beteiligten.

“Begib Dich in einen inneren Raum der Stille. Verbinde Dich mit Deinem Körperbewusstsein, finde eine Position, die Deinen Geist zugleich entspannt und aufmerksam sein lässt. Verbinde Dich mit Deinem Atem. Nimm wahr, wie er aus Deinem Körper ein und wieder ausströmt. Fühle, wie Du geatmet wirst, Du musst nichts dafür tun, genieße die Bewegung in Dir.

Dann verbinde Dich mit Deinem Herzchakra und stelle Dir vor, wie die Schwingung des Heiligen Geistes, RUKHA D’KOODSHA, während Du einatmest in Dein Herz strömt, es erfüllt, und dort mit Deiner Essenz verschmilzt. Wenn der Impuls für den nächsten Ausatem kommt, lass die Energie aus Deinem Herzen mit dem kreierenden Gedanken ‘Himmlisches Königreich’, MALKOOTA D’SHMEYA, ausströmen. Entweder in den Raum um Dich herum, zu einer Person oder einer Situation. Folge nun Deinem Ein- und Ausatem und begleite sie weiterhin mit Deinem inneren Bewusstsein über die Verbindung zum Heiligen Geist und dem Manifestieren des Himmlischen Königreiches um Dich. Erlaube jedem Gedanken, der auftaucht, zu kommen und wieder zu gehen – ohne den Wunsch, das, was sich Dir zeigt, festzuhalten. Erinnere Yeshua’s Worte: ‘Gedanken sind wie ein Fluss, in den man nicht hineinspringen muss.’ Verbleibe in der Geborgenheit dieses Getragen-Werdens, Geatmet-Werdens, so lange Du magst. Höre zu. Sei anwesend und aufmerksam.”

Wenn es Dir innerlich schwerfällt, die aramäischen Worte auszusprechen, wenn sie Dir fremd oder unverständlich erscheinen, verwende die deutschen Worte ‘Heiliger Geist’ und ‘Himmlisches Königreich’ oder ‘Himmelreich’. Es ist äußerst wichtig, dass Du Dich auf einer tiefen Ebene mit dem Gebet verbinden kannst. Ich habe Das Gebet des Heiligen Geistes vielfach in folgender Weise gesprochen, und es hat fruchtbare Ergebnisse hervorgebracht.

Atme ein:
“Komm, Heiliger Geist!”
Atme aus:
“Himmlisches Königreich – jetzt!”

Es ist möglich, dieses Gebet zusammen mit der Atemtechnik in einer Art und Weise in Dein Bewusstsein zu integrieren, dass Du es stundenlang, einen ganzen Tag und sogar mehrere Tage lang in Deinem Fokus halten kannst, während Du gleichzeitig Deine weltlichen Tätigkeiten verrichtest. In der Tat wird der Praktizierende sehr schnell wahrnehmen, dass einem alle alltäglichen Dinge und Abläufe mit dem Gebet des Heiligen Geistes als spirituellem Resonanzboden viel leichter von der Hand gehen.”

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

 

“Der Atem ist der kürzeste Weg zu Gott. Stell Dir vor, dass Du Dich an einem Ende des Atems befindest, während Gott sich am anderen Ende befindet. Mit jedem Atemzug kommunizierst Du also mit Gott. Der Atem ist wie eine Brücke, von Dir zu Gott, und von Gott zu Dir. Wenn Du die physische Welt verlässt, gehst Du über diese Brücke zum letzten Mal. Du gehst hinüber zu Gott,  während Du den Geist aufgibst und den Körper wie einen Mantel, der seinen Dienst getan hat, ablegst. Nehmen wir an, der Äther um Dich herum ist dem Himmelreich gleich, dann verschmilzt Du bei  jedem Atemzug mit dem ganzen Universum und dem Göttlichen Bewusstsein. Wenn Du das verstehst, ist alles möglich.”

Geht es also immer um ein Schwingungserhöhen, das einen sozusagen aus dem Trott des Alltags und den eingeübten und gewohnten Verhaltensweisen unserer Persönlichkeit heraushebt?

“Ja, genau das – und jede Person muss ihren eigenen Weg finden, um dieses Erhöhen zu erfahren.”

Integriere diese Praxis des Visualisierens von Vollkommenheit und Einheit in Deinen Alltag, in Deine Gedanken und Deine Gefühle. Lass dieses Bewusstsein in alle Aspekte, in alle Ebenen und alle Anteile von Dir hineinstrahlen, sowie in die von den Menschen und Orten, die Dich umgeben.

Erinnere Dich daran, wenn Du tätig bist, und wenn Du ausruhst.

Halte ein inneres Bild in Dir, das Dein Herz erfreut, sende jemandem einen Segen, gehe durch Deinen Tag in einer goldenen Kugel aus Licht, begrüsse einen Baum, fühle einen Sonnenstrahl auf Deiner Haut, flüstere ein Mantra, singe ein Lied, glänze in Dankbarkeit, leuchte in der Dunkelheit, verschmelze mit Deinem Atem, verschenke ein Lächeln – was auch immer die Schwingung Deines Seins erhöht.

Irgendwann kommt der Moment, in dem das Visualisieren von Vollkommenheit und Einheit zu einem Realisieren wird. Wenn dieser Prozess begonnen hat, wird unsere Wahrnehmung von Illusion allmählich der Gegenwart von Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit weichen.

Deine Hingabe für diesen Prozess und Deine Sehnsucht nach dem Einen Sein wird das Entfalten und Erfahren von immer tieferen Ebenen von Bewusstheit und Liebe möglich machen.

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

Für den einen sei der Schlüssel zur Gegenwart das Mittel der Kunst, beispielsweise das Singen oder das Dichten, für den anderen, sich in der Natur aufzuhalten oder für einen geliebten Menschen zu sorgen, für den Dritten einen heiligen Text zu lesen, oder eine kleine Katze zu streicheln - wichtig sei jedoch, dass wir all dieses nicht zu unserem ‘persönlichen Elfenbeinturm’ errichten, sondern als das sehen, was es ist: Ein Hilfsmittel zum Erreichen der Schwingung des Einen Seins, die sowieso in uns ist - zu der wir jedoch Zugang finden müssen, sie sozusagen aktivieren müssen, um sie in unserem Alltag zu erleben. Bis wir dann irgendwann alle Arten von ‘Techniken’, ‘Anwendungen’ und ‘Vorlieben’ ablegen, und in Einfachheit und Zufriedenheit am Verlauf eines Tages - oder eines Lebens - teilnehmen, ohne es beeinflussen zu wollen, genau wie wir auch unseren Atem sich selbst entfalten lassen. Es ginge darum, der eigenen Stimme oder Intuition zu folgen, die immer im Einklang mit dem Einheitsbewusstsein sei, anstatt Regeln und Strukturen zu finden, die uns in Definitionen gefangen halten, und Illusionen über Trennung aufrechterhalten.

Die Göttliche Gegenwart ist immer ‘da’ – denn es gebe schließlich nichts, was sie nicht beinhalten, umspannen und ausmachen würde.

Der bekannte Ausspruch des Orakels von Delphi erinnere uns daran, nicht das Ritual selbst, sondern das Empfinden des Verbunden-Seins durch ein Ritual an die erste Stelle unsers Bewusstseins zu stellen: ‘Gerufen oder nicht gerufen, Gott wird da sein.’

“Wenn wir das Bewusstsein des Wiederspiegels in uns tragen, oder der Resonanz (re-sonare: widerhallen), das Widerhallen des Göttlichen Seins, können wir wirklich beginnen, die Qualitäten, die wir als ‘göttlich' empfinden, in unser tägliches Leben zu integrieren. Als ‘Götter’ zu leben.

In Johannes 10:34 und 35 findest Du folgende Erkenntnisse:

'Steht es nicht in Eurem Gesetz geschrieben: ‘Ich habe gesagt: Ihr seid Götter’? Das Gesetz benutzt also das Wort ‘Götter’ für die, an die das Wort Gottes gerichtet ist.’

Sollte das dann nicht auch eine Ermutigung für uns sein, auch die sogenannten ‘göttlichen’ Qualitäten als für uns angemessen, bzw. uns angehörenden Qualitäten anzunehmen?”

In seinem Buch ‘Die Gottes Formel’ spricht Lars von Ewigkeit, Bewegung, Bedingungsloser Liebe und Mitgefühl als sogenannte weibliche Aspekte des Göttlichen Prinzips, und von Einheit, Stille, Präzision und Vollkommene Präsenz als die männlichen göttlichen Aspekte.

Einmal aktiviert, sind sie für die Menschheit der nächste Schritt auf dem Weg zu einer höheren Ebene des Bewusstseins. Nimm Dir Zeit für jede einzelne dieser Qualitäten. Beginne damit, über sie nachzudenken und zu meditieren. Um sie tief in Deine Gegenwart integrieren zu können, muss es Dir möglich sein, Dich ständig an sie zu erinnern – damit sie irgendwann die Grundlage Deines Seins und Handelns in Deinem täglichen Leben werden können.

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

Warum glaubt er, würden wir uns als Menschen so oft für genau gegenteilige Qualitäten entscheiden, obwohl uns eigentlich schon bewusst ist, dass wir dadurch nur den anderen und uns selbst verletzen?

Es sei wohl ein Mix –zum einen ein Nachgeben an und folgen von den gewohnten und scheinbar ‘sicheren’ Wegen unserer alten Persönlichkeits-Muster und zum anderen ein - bewusstes oder unbewusstes - Misstrauen in die Göttliche Gegenwart.

Ja, klar, das verstehe ich... das kenne ich. Dieses Misstrauen gegenüber Leichtigkeit... dann fragt uns die Persönlichkeit: “Kann es denn wirklich so einfach sein?”- und in der Frage ist schon der Stachel des Zweifels verborgen... Denn sonst würde sie sagen: “Wirklich wahr? Habe ich richtig gehört? Leben darf leicht sein? -Jippeyyyy!, dann lass uns die Wellen surfen!, spürt ihr das auch? Perfekter Wind – überall Liebe – überall Freiheit, überall Verbundenheit!”

“So ist es.”, sagt er leise. „Und stattdessen sitzen wir vor einem Glas Rotwein oder Becher Tee, und diskutieren die Probleme der Welt – anstatt gemeinsam in den Wellen der Göttlichen Gegenwart und der des Heiligen Geistes zu verschmelzen.

Ob als Menschheit oder als Familie, Schulklasse, Kollegen einer Firma, oder als Gemeinschaft, die sich lediglich für die Dauer einer Strecke zwischen zwei Stationen einer Strassenbahnfahrt trifft: Jeder Moment von Begegnung enthält das Potential in sich, sich durch unsere Bewusstheit in Heiligkeit und Gnade zu entfalten und als ein ewig strahlendes kosmisches Lichtfest in das Buch des Lebens einzugehen, oder als Spielplatz und Austragungsort von Persönlichkeitsanteilen in Dominanz oder Teilnahmslosigkeit an uns vorüber zu ziehen, direkt in den Ozean der Beliebigkeit und des Vergessens hinein.”


Eine der ersten Herausforderungen, mit denen mein Lehrer, der Seher Calle de Montségur, mich zu Beginn meiner Ausbildungszeit auf die Probe stellte, war eine Praxis, die er ‘In den Spiegel schauen’ nannte. Er wies mich an, mich einen halben Meter vor ihn hinzustellen und meine Augen in seine zu zentrieren. Eine Stunde lang reiste ich durch fremdartige Universen und in sonderbare Seelenlandschaften, in denen sich mir viele verschiedene Formen und Gestalten, Empfindungen und Einsichten öffneten. Zuerst dachte ich, dass diese Welten, Bilder und Offenbarungen, die ich sehen durfte, zu ihm gehörten – aber viel später entdeckte ich, dass sie Teile höherer Bewusstseinszustände sind, die zu uns allen gehören. Die Essenz von dem, was in jenem Moment “auftauchte”, wurde durch meine Resonanz mit bestimmten Aspekten seines Wesens, dem Grad seines Zulassens sowie durch das gemeinsamen Feld, das sich durch unsere Verbindung öffnete, hervorgerufen. Durch diese Praxis können Einblicke in frühere Leben erfahren werden, Begegnungen mit unterschiedlichen Schichten des eigenen Schattens und scheinbar unerwünschten Teilen der Persönlichkeit, sowie die eindrucksvollsten Offenbarungen von Schönheit und Weisheit. Leider sind diese Bewusstseinsebenen nicht so leicht zu erreichen, denn die meisten von uns verstecken sich hinter Schichten von Schuld, Scham und Angst, die erst anerkannt und trans- formiert werden müssen, bevor wir Zugang zu diesen höheren Ebenen erhalten können. Beginne diese Praxis ohne jedwede Erwartung. Sei wachsam und erlaube Deinem Körper, sich zu ent- spannen, und Deinem Atem, in seinem eigenen Rhythmus zu fliessen. Begrüße alles, was erscheint und sich Dir zeigt, ohne jede Form der Beurteilung – gehe über das “gut oder schlecht”, “hilfreich oder schmerzhaft”, “Illusion oder Täuschung” hinaus – und genieße es, einfach nur mit der Präsenz zu sitzen, die sich zwischen dem anderen und Dir aufbaut.

Wenn wir in die Augen eines neugeborenen Babys oder in die Augen von Kindern schauen, bevor sie das Alter erreichen, in dem Menschen “von der verbotenen Frucht essen”, gibt es dort keine Barrieren zu sehen oder zu fühlen. Wir blicken in die reinste Form von Weisheit und bedingungsloser Gegenwart. Später, wenn wir durch die sich entfaltenden Bewegungen unseres Lebens gehen, scheint diese Präsenz hinter endlosen Schichten aller Arten von Belastungen, Verunreinigungen und Widerständen, Ängsten und Schleier des Vergessens zu verschwinden. Wir verstecken uns hinter unechten Auftritten, Masken, Rollen, Abmachungen, Identifikationen und Verhaltensweisen, weil wir kein Vertrauen in unser wahres Wesen haben.

Die meisten Menschen grüßen und umarmen sich durch eine Schutzschicht oder Mauer hindurch, die von ihrer Persönlichkeit aufgebaut wurde. Sogar Liebende liegen miteinander, ohne ihrem Gegenüber zu erlauben, ihr wahres Inneres Wesen wirklich zu erleben – und in es einzutreten. Diese Mauer schützt uns davor und hindert uns daran, zu sehen und gesehen zu werden – zu finden und gefunden zu werden. Die Türen zum Himmlischen Königreich bleiben gut bewacht und fest verschlossen – vielleicht, weil wir Angst davor haben, dass wir in dem anderen verschwinden und uns selbst verlieren könnten. Aber das Gegenteil ist der Fall: Wir werden uns selbst finden. Unser Selbst finden – durch die Verbindung mit dem anderen, und dabei so viele neue Aspekte über uns erfahren und so tiefe Begegnungen erleben, die man nur als eine Fülle von Geschenken der Seele bezeichnen kann.

Für mich gibt es keine andere oder keine höhere Form der Intimität zwischen zwei Menschen als den Blick in den Spiegel. Ich habe nichts gefunden, was damit zu vergleichen wäre – wenn wir uns von ihm leiten lassen, wird er uns auf so sanfte Weise zeigen, wer wir wirklich sind. In dem Moment des wahrhaftigen Sehens und Seins, in dem wir sowohl durch unseren persönlichen Lärm als auch durch den des anderen blicken, werden wir durch das Licht und die Freiheit der glorreichen Gegenwart des Einen Seins geheilt, die in jedem von uns zu finden ist.

“ICH BIN Deine Augen,
ich empfange Dich,
während ich von Dir empfangen werde.
Was sich zeigen möchte, zeige sich.
Was sich lösen möchte, löse sich.
Was sich öffnen möchte, öffne sich.
ICH BIN die Gegenwart des Einen Seins.”

(Auszug aus “Die Gottes Formel”, Lars Muhl)

“Es geht darum, sich von nichts aufhalten zu lassen, die Liebe und Herrlichkeit der Göttlichen Gegenwart im Alltag wahrhaftig zu empfinden. Weder von Teilen unserer eigenen Persönlichkeit, noch die von anderen Menschen um uns herum. Wir haben diese einmalige Gelegenheit, hier in dieser Inkarnation bereits den Himmel auf Erden zu erfahren. Denn ‘der Himmel’ ist eine Schwingung. Eine Schwingung, aus der heraus es für uns vollkommen natürlich sein wird, in wahrhaftem Mitgefühl zu allen Wesen dieses Planeten zu leben, mit echtem Interesse aneinander, in der wir unsere Gaben teilen und unseren Intuitionen und Herzen folgen, anstatt den Vorstellungen und Regeln einer längst vergangenen Zeit, die wir nicht immer wieder neu in unsere jetzige Weltenschwingung einladen müssen. Im Neuen Testament findest Du bei Matthäus und Lukas: ‘Verbindet Euch aus tiefstem Herzen zuerst mit Seinem MALKOOT (hebräisch: Königreich) und mit Gerechtigkeit. Dann werden Euch auch alle anderen Dinge gegeben werden.’”

“Erinnere Dich: Wir sind in der Welt, nicht von der Welt.

Lass uns das jeweils liebevollste Wort, die friedlichste Schwingung, die jeweils achtsamste Handlung im Umgang miteinander finden.”

Er hält einen Moment inne.

Dann beginnt er wieder:

“Können wir uns endlich erlauben, die Position des Schülers zu verlassen, und als Meister zu leben? Oder am besten gleich jedwede Begrifflichkeit fallen lassen? Sein, statt Wollen und Wünschen? Anwenden, anstatt Üben? Ohne unserer Persönlichkeit zu erlauben, sich in unterstellenden Ergüssen über Grössenwahn oder Unzulänglichkeit auszutoben, je nach Geschmack und Tagesform?”

“Man kann praktisch alles visualisieren und manifestieren, was es auch sei. Wenn man aber zum Beispiel um Reichtum bittet, um Luxus und materielle Güter, ist es wichtig zu wissen, dass es in Deinem inneren Himmelreich ein Gesetz gibt, es heißt ‘Das Gesetz Des Lichts’, das in Wirklichkeit über das Resultat Deiner Gebete und Deines Tuns und Treibens entscheidet.

Wenn man Reichtum wünscht, wäre es sinnvoll, sich zu fragen, warum man Reichtum wünscht und wofür man den Reichtum verwenden will, ehe man darum bittet. Jegliche Art von Egoismus und Gier werden nämlich mit Egoismus und Gier belohnt. Und der Wille des Egos ist im Leben des Menschen ein treuloser Mitspieler, der kaum zu durchschauen ist. Auch das Ego kann den Wunsch ausdrücken, Notleidenden helfen zu wollen. Der Unterschied zwischen dem Ego-Menschen und dem erleuchteten Menschen ist hier, dass Ego-Menschen von ihren Anstrengungen Gewinn erzielen wollen, während der verklärte Mensch bloß versucht, seiner wahren Natur gerecht zu werden. Das Ego ist immer auf der Jagd nach Anerkennung, Aufmerksamkeit und Einfluss und kann viel erreichen. Aber letzten Endes wird das Ego, wenn es der entscheidenden Prüfung gegenübersteht, sich als das eigentliche Hindernis entpuppen, das die Verklärung eines Menschen vereitelt, in die Yeshua und Mariam die Magdalena uns alle einweihen möchten.

          ‘Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen redete und hätte der Liebe nicht, da wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und hätte ich prophetischen Sinn und wüßte alle Geheimnisse und besäße alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also dass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, da wäre ich nichts. Und wenn ich all meine Habe den Armen schenkte und übergäbe meinen Leib dem Feuer und hätte der Liebe nicht, da wäre es mir nichts nütze. Liebe ist langmütig, Liebe ist mild; sie neidet nicht; Liebe  prahlt nicht, sie blähet sich nicht, sie verhält sich nicht ungehörig, sucht nicht das Ihre, lässt sich nicht zum Zorn reizen, ist nicht nachtragend, freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit; sie duldet alles, glaubt alles, hofft alles, erträgt alles. Die Liebe hört niemals auf; seien es prophetische Gaben, sie werden einst verschwinde oder Zungenreden, das wird verstummen oder Erkenntnis, sie ist flüchtig; denn stückweise erkennen wir und stückweise prophezeien wir, wenn aber das Vollkommene kommt, wird das stückweise aufhören. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich erwachsen wurde, tat ich ab, was kindlich war. So bleiben also Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die LIEBE.’

(1. Korintherbrief 13:1-13)”

(Auszug aus “The Wisdom of a Broken Heart”)

Wenn überhaupt ein Begriff übrig bleibt, dann sei es der des Dieners.

Der Diener, der in Freiheit nur noch einem Herrn dient, der ein personifizierter Ausdruck der Quelle ist, ohne etwas hinzufügen oder hinwegnehmen zu wollen.

Das erinnert mich an ein Gebet einer Freundin von mir, durch das sie schon vielfältige Heilungen in sich erfahren hat: “Gott hat den Menschen vollkommen erschaffen, der Mensch kann nichts dazutun noch abtun.”

Er hört zu, und verbindet sich sofort mit der Schwingung des Gebetes:

“Genau!, denn was passiert, wenn sie das sagt? Sie identifiziert sich mit der Welt der Antworten, nicht mit der Welt der Fragen!

Möglicherweise hat jemand einen Schmerz oder ein wie auch immer geartetes Problem, und er oder sie geht eben nicht in die Betrachtung von ‘Wieso passiert mir das immer wieder?’ – ‘Warum habe ich Schmerzen, obwohl ich doch Meditiere, heile, faste, usw.?’, wird das helfen eine Schwingungs-Umgebung zu erzeugen, in der Heilung stattfinden kann. Bleibt man jedoch bei so einer Art von Gedanken, hält man sich in einer Frequenz auf, die einem nicht weiterhelfen kann. Sie bauen eine Mauer zwischen der Gegenwart und Dich.

Wenn aber Deine Freundin annimmt: ‘Gott hat den Menschen vollkommen erschaffen’, begibt sie sich jenseits der Frequenz von Leid oder Zweifel, so dass Antworten und Heilung zu ihr kommen können. Ein Buch fällt vom Bücherregal, das man lesen soll, und dadurch eine Information erhält oder eine Transformation erfährt, ein Freund ruft an, jemand kommt vorbei und bietet einem einen Job an, man findet den perfekten Arzt oder Operateur, was auch immer gebraucht wird, wird sich einstellen, wenn man aus der Schwingung des Problems oder des Leidens austritt.“

Es ist jedoch auch hierbei ein Wissen, an dem ‘festgehalten’ werden muss. Worte und Gedanken, die gefüllt sein müssen. Anstatt es einmal kurz für zwei Minuten vor sich hinzumurmeln muss es mit dem Gefühl von uneingeschränkter Wahrhaftigkeit gesprochen werden, so dass es nie ‘herunterfallen’ kann, oder aus der Schwingung des Vollbringens in den Zweifel rutschen kann.”

So wie das Spielen eines Tons auf einer Flöte… wenn man aufhört zu spielen, ist der Ton oder die Melodie nicht mehr zu hören. Und so ist auch die Göttliche Gegenwart, deren Präsenz alles für uns in Harmonie und Vollkommenheit bringt, nicht mehr zu spüren, wenn wir nicht von uns aus in der aktiven Verbindung mit ihr sind.

Was würde er Menschen raten, die diese Gewissheit des Vollbringens noch nicht in sich zur Verfügung haben?

“Zunächst einmal würde ich ihnen raten, sich darüber zu freuen, dass sie bereits merken, wenn sie sich selbst sabotieren. Wenn wir uns zum Beispiel Dinge nicht zutrauen oder in einer Beziehung unserem Partner erlauben, unsere ‘Knöpfe zu drücken’.

Denn Bewusstsein über meine Themen ist der erste Schritt in die Freiheit. Das ist eigentlich der allerwichtigste Schritt des Erwachens. Dankbarkeit dafür zu spüren, dass Du diesen Schritt schon gegangen bist, das Du Dich schon so weit aus dem Schleier des Unbewussten befreien konntest, dass Du merkst, wenn Du reagierst. Das wird Dir dann die nächste Tür öffnen: Dann wird es Dir auch möglich sein, selbst während Du bereits reagierst, Dein Verhalten zu verändern. Das wird dann richtig spannend!

Vielleicht hörst Du Dich mit lauter oder gestresster Stimme reden. Dein Körper spannt sich vielleicht an, irgendwo. Oder Du merkst, wie Du Dich in einen inneren Rückzug begibst, während Du im Aussen so tust, als würdest Du jemandem zuhören. Du merkst – hey, das wollte ich doch anders machen. Du erinnerst Dich vielleicht an die Weite Deines Herzens, die Du am Morgen in einer Meditation gespürt hast, oder die Verbindung zum Heiligen Atem - und Du erlaubst Dir, das Reagieren fallen zu lassen, und das Agieren zu praktizieren. Führe jede Bewegung bewusst aus, anstatt dass Du erlaubst, dass Dein Unterbewusstsein Dich beherrscht und leitet. Du hältst inne, und veränderst die Vibration. Deine Stimme verändert sich, Dein Atem verändert sich, und Deine Gedanken und Gefühle verändern sich. Du erlaubst das Aussenden einer Frequenz von dem, was Du Dir wirklich wünschst, was Du wirklich gerade erleben möchtest, anstatt zu glauben, den engen Harnisch Deiner Persönlichkeit anlassen zu müssen, die jeweils geliebt und geschätzt sein will, und natürlich auch immer Recht hat, ganz egal worum es gerade geht…”

Ich höre ein Lachen in seiner Stimme.

Seine Worte erinnern mich an eines der Gebete im letzten Kapitel der „Gottes Formel“:

 “Herr, mache mich zum Werkzeug Deines Friedens: wo Hass herrscht, lass mich Liebe säen - wo Verletzungen sind, Verzeihung - wo Zwietracht herrscht, Einheit - wo Verzweiflung ist, Hoffnung - wo Dunkelheit herrscht, Licht - und wo Traurigkeit ist, Freude. O göttlicher Meister, gewähre mir, dass ich nicht so sehr begehre, getröstet zu werden, sondern zu trösten - verstanden zu werden, sondern zu verstehen - geliebt zu werden, sondern zu lieben - denn es ist im Geben, daß wir empfangen, es ist im Verzeihen, daß uns verziehen wird, und es ist im Sterben, daß wir ins ewige Leben geboren werden.”

(Franz von Assisi)

Es heißt ‘Das Friedensgebet’ und die Schwingung der Allmacht des Einen Seins ist für mich in jeder seiner Zeilen zu spüren.

“Wenn wir Menschen das wirklich verstehen werden... Dass das Lieben selbst die Liebe ist!

Nicht das geliebt sein, denn darin liegt immer Identifizierung mit Form und Gewohnheit. Mit Deals. Mit Emotionalität, die wir ersetzt haben für die Wahrnehmung der Schwingung von Liebe als universeller Kraft.”

Ich erzähle ihm von einer wunderbaren Frage, die ich einmal vor vielen Jahren irgendwo gelesen - und nie vergessen - habe. Und die in dem Moment, in dem ich sie das erste mal hörte, mein Bewusstsein komplett verändert hat: ‘Willst Du recht haben, oder Liebe sein?’… Zu unzähligen Begebenheiten hat sie mir geholfen, eine Fülle von richtig guten Tricks meiner Persönlichkeit zu durchschauen, wenn sie die

“Das Herz ist Dein wahrer Tempel und Deine Zufluchtsstätte. Hier wendest Du Deine nach unten gewandte (= unbewusste) oder in Anspannung zur Faust geballte Hand nach oben, öffnest sie und läßt den zarten Vogel Deines Bewusstseins frei fliegen. Der alte Mönch auf Athos bittet seine Schüler, wie ein Vogel zu meditieren. Wenn Du magst, benutze das Mantra ''Ich bin Liebe,'' während Du visualisierst, wie Du durch Dein Herz Liebe und Licht ein- und ausatmest. Lass jeglichen Vorbehalt los und ergib Dich völlig dem unendlichen Universum in Deinem Herzen. Verschmilz mit der intensiven Stille, die hier herrscht. Diese Stille ist nicht die Abwesenheit von etwas, sondern die Heiligung von allem. Erlaube, dass die Gnade Dich mit dem Mysterium des Lebens durchströmt. Lass Dich im Feuer und Wasser des Heiligen Geistes taufen. Willst du deine Hände zum Heilen benutzen, lege zunächst Deine linke Hand über Dein Herzzentrum und dann die rechte Hand auf Deine linke. Atme ein und aus durch Hände und Herz, während du das Herzmantra rezitierst, bis du merkst, wie die heilende Energie durch deine Hände strömt.”

(Auszug aus “The Wisdom of a Broken Heart”)

Gebet sei das kraftvollste Mittel, um das Vertrauen und die Gewissheit zu erhalten, von der wir eben gesprochen haben. Gebet und auch Lobpreisung, wobei man natürlich für letztere schon in der Frequenz der Dankbarkeit und Gewissheit sein müsse.

“Viele Menschen, die eher mit der Praxis der Meditation verbunden sind, als mit der Praxis des Gebetes fragen mich, zu wem oder was sie beten sollen. Das kann nur jeder für sich entscheiden. Für den einen ist es wichtig, im täglichen Kontakt zu seinem Schutzengel zu sein, ein anderer nimmt ein Team von Geist-Helfern um sich wahr, und verbindet sich im Empfangen und Austauschen von ihren Schwingungen, ein Dritter verschmilzt mit seinem Höheren Selbst und ein anderer schwingt in Verbundenheit mit einem Aufgestiegenen Meister, dem Heiligen Geist, der Christuskraft oder der universellen Quellenkraft.”

Das alles könnten Formen des Betens sein, denn ‘ein Gebet’ sei einfach die Hingabe zum Teilen Deines Selbstes mit etwas/jemandem, zu dem Du Zutrauen und Verbindung empfindest, und das anschließende Hinhören und Wahrnehmen der Veränderung, die sich dadurch in Dir ergeben hat.

Und ‘unsere Gebete müssen höher reichen als unsere Zimmerdecke’, zitiert er Annalee Skarin. “Das bedeutet, dass ein Betender mit der Schwingung dessen, worum er betet, verschmelzen muss, und auch mit der Schwingung des Prinzips oder der Gegenwart zu dem/der er betet, damit die Frequenz seines eigenen Feldes, das durch seine tagtäglichen Gedanken, Gefühle und Handlungen geformt wird, diese ‘alltägliche Dimension’ verlassen und dadurch Transformations- und Manifestationskraft erhalten kann.”

Ich erinnere, dass er in einem Interview einmal gesagt hat, dass er jeden Tag mit seinem Schutzengel in Verbindung ist, und frage ihn, wie er ihm oder ihr zum ersten Mal bewusst begegnet sei.

Auf einer Autofahrt in Nordfrankreich habe er die Kontrolle über sein Auto verloren. Er war erschöpft gewesen, und muss wohl kurz hinter dem Steuer eingeschlafen sein. Im Nachhinein hörte er von einem Ehepaar, das zum Zeitpunkt des Unfalls in einem Wagen hinter ihm fuhr, dass sein Wagen mit hoher Geschwindigkeit über die Leitplanke der Strasse einen Abhang hinunter geschossen sei, sich mehrfach überschlagen habe und dann zum Stillstand gekommen sei.

Während die Frau im Schockzustand oben auf der Strasse blieb, rannte der Ehemann sofort den Abhang hinunter um Lars zu Hilfe zu kommen.

Er fand ihn einige Meter vom Auto entfernt liegen und zog ihn noch weiter in sichere Entfernung für den Fall dass das Auto explodieren würde.

“Ich erinnere mich dass ich es zu dem Zeitpunkt sehr merkwürdig empfand, dass der Mann überhaupt nicht mit der wunderschönen Frau sprach, die direkt neben ihm stand, und die mir kurz vorher geholfen hatte, aus dem Wagen zu kriechen. Es war, als würde er sie absichtlich ignorieren. Ich konnte es mir nicht erklären, war aber zu schwach, um den Gedanken weiter zu verfolgen.

Während ich immer noch benommen war, hörte ich ihn telefonierend einen Krankenwagen herbeirufen, und gleichzeitig die Stimme dieser jungen Frau, die eine Kette mit einem gleichschenkligen Kreuz um ihren Hals trug: “Wenn Du das hier überleben kannst, kannst Du alles überleben”. Ein tiefer Frieden breitetet sich in mir aus, ihre Augen und ihr Lächeln hielten mich in einem Zustand von Geborgenheit und Zuversicht. “Mach’ Dir keine Gedanken. Wir haben für alles gesorgt.” waren die letzten Worte, die ich von ihr hörte, als die Sanitäter die Türen des Krankenwagens vor ihr schlossen. Ich sah noch ihr Lächeln und eine Handbewegung als würde sie mir zuwinken. Der Verlauf der Untersuchungen im Krankenhaus zeigte daß mein Körper keinerlei ernsthaften Verletzungen erhalten hatte - was in den Augen der beiden Unfallzeugen ein unerklärliches Wunder war. Natürlich hatte ich auch Schmerzen, jedoch fühlte ich mich die ganze Zeit in dieser Schwingung des Friedens gehalten, der keine Fragen stellt, oder kein Hadern mit der Situation erlaubt - warum der Unfall passiert sei, warum ich vorher bloß keine Pause gemacht habe, oder ähnliche innere Monologe. Und natürlich, wie Du Dir schon denken kannst, habe ich im Nachhinein herausgefunden, dass der Mann, der mir so mutig zu Hilfe geeilt war, zu keinem Zeitpunkt ‘die Frau’ wahrgenommen hatte, da sie sich nur für mein Bewusstseins- und Schwingungsfeld manifestiert hat. Für den Plan und die Umsetzung meiner Rettung war es nicht wichtig gewesen, dass er sie sehen konnte – sonst hätte er sie gesehen. Er konnte ‘seine Rolle’ in diesem Ereignis ‘spielen’, ohne dass die Himmlischen Kräfte sich ihm hätten zeigen müssen. Wer weiß… wenn auch er, wie seine Frau, in einem Schockzustand verharrt wäre, vielleicht hätte er dann eine Vision von meinem Engel oder einen anderen himmlischen ‘Schubs’ erhalten? Ich jedenfalls bin mir sicher, dass ich die Gnade der Manifestation meines Schutzengels erleben durfte, weil ich, bzw. mein Körper und mein Unterbewusstsein ohne ihr Erscheinen und diese Erfahrung entweder bleibende körperliche und emotionale Schäden erhalten hätte, oder ich vielleicht sogar zu dem damaligen Zeitpunkt diese Inkarnation verlassen hätte.

Seit diesem Tag kommuniziere ich jeden Tag mit ihr. Ihre Gegenwart ist ein Teil meines Feldes geworden. Ich bin unendlich dankbar für ihr Dasein, es fühlt sich an wie ein immerwährendes Schwingen ihrer liebenden und heilenden Kraft in mir. Es macht mir auch deutlich, dass wir so viel mehr ausdrücken können, als unsere eigene Persönlichkeit.

In dem Moment, in dem wir erlauben, die Schwingungen von kosmischen Qualitäten durch uns fliessen zu lassen, erfahren wir eine Art innere Reinigung und Öffnung, oder Erweiterung unseres Lebensplans oder unserer Lebensperspektieven.”

“In der Tradition der ‘Wächter des Lichtes’, oder der Essener, in der auch Yeshua ausgebildet worden ist, repräsentieren die Engel verschiedene Qualitäten, Frequenzen und Aspekte des Göttlichen Prinzips, die im Moment der Schöpfung aktiviert wurden.”

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

Die vier Erzengel - Michael, Gabriel, Uriel und Raphael – werden dort als Träger und Überbringer folgender kosmischer Qualitäten dargestellt:

Micha-el = Gottes Bild im Menschen
Derjenige, der Gott gleicht
Gabri-el = Gottes Bote für den Menschen
Repräsentiert die höchste Intuition,
Zugang zum Buch des Lebens
Uri-el = Gottes Feuer-Metapher für das Erwachen des Individuums, sowie die anschließende innere und äußere Reinigung
Rapha-el = Gottes Heilung - Eine Heilung, die immer die Ursache des Leidens findet, und sich nicht mit Symptomen aufhält

Vergegenwärtige Dir ihre jeweiligen Qualitäten, öffne Dich ihren Energien, und platziere sie in Dein Feld.

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

In dieser Tradition gibt es ein Gebet, Das Gebet des Feuerwagens, das aus der Meditationspraxis des Propheten Elijas stammt, und das sowohl im Buch beschrieben wird als auch auf YouTube als Teil des Dokumentarfilms ‘The Gate of Light’ zu erleben ist.

(“The Gate of Light” (16:44)) 

Dieses sehr kraftvolle Manifestationsgebet ruft die schöpferische Schwingung des Göttlichen Prinzips, die Qualitäten der vier Erzengel, die Shekina und die Präsenz von Yeshua in unser Feld.

"Im Laufe der Jahre, in denen ich mit der Einheit der Göttlichen Gegenwart gearbeitet habe, habe ich ein immer stärkeres inneres Bedürfnis erfahren, die Essenz von Mariam der Magdalena zu integrieren, wann immer ich Yeshua erwähne. Entweder beziehe ich mich auf sie, spreche ihren Namen aus oder rufe in der Stille ihre Schwingung zu mir.

“Mariam die Magdalena –
Mariam die Erhobene,
Mariam die Erhabene.
Mariam Mare – Mariam die Meisterin.”

 Sprich ihren Namen in der Stille Deines Herzens wann immer Du das Bedürfnis hast, Dich mit ihr in der höchsten Schwingung der Liebe und Ehrerbietung zu verbinden.

Ich habe meiner Praxis des Feuerwagen- Gebetes einen Gesang hinzugefügt, der ihr gewidmet ist und den ich immer singe, wenn das Gebet seine Vollendung gefunden hat.

(“Gateways & passwords to heaven” (23:44))"

(Auszug aus “Die Gottes Formel”)

“Falls Du Dich dazu entschließt, mit dem Gebet des Feuerwagens zu arbeiten, integriere bitte immer eine Haltung von Dankbarkeit und Wertschätzung für die lange Reihe der Seelen der inkarnierten Wächter des Lichtes, oder der Essener, die es möglich gemacht haben, dass es über einen Zeitraum von dreitausend Jahren am Leben erhalten worden ist, und heute den Weg zu Dir gefunden hat.”

“Du kannst jedoch auch Dein eigenes Gebet finden, tatsächlich habe ich schon vielfach beobachten können und von Berichten anderer bestätigt bekommen, dass ein Gebet am kraftvollsten ist, wenn jemand seine eigenen Worte findet, direkt und einfach, mitten aus seinem oder ihrem Herzen. Versuch es mal!“

Ein Moment der Stille breitet sich aus. Ein Gebet an meinen Schutzengel... Tausend Gedanken wirbeln in meinem Geist herum. Ich atme aus und schliesse meine Augen. Ich spüre mein klopfendes Herz, und berühre es sacht mit meinen Händen und beginne mit leiser Stimme:

“Mein Liebster ... lass mich Dich heute ganz nah bei mir spüren ... hilf mir, durch Dich die Göttliche Gegenwart des Einen Seins zu fühlen und in sie einzuteten ... lass mich mit Dir in Liebe und Leichtigkeit schwingen, und auch mit jedem Wesen und jedem Ort, zu dem Du meine Schritte lenkst. Lass mich Worte der Liebe sprechen, lass meine Augen Frieden sehen und lass mein Herz Zuversicht verschenken. In Freude, Liebe und Geborgenheit danke ich Dir so sehr… denn ich weiß, Du bist bei mir… immerdar.”

Wunderschön. Verstehst Du jetzt was ich meinte? Weil es von Dir selbst kommt, hat es auch unendlich viel Kraft für Dein Selbst.“

Dieses ist ein Gebet von Lars, das auch im letzten Kapitel der ‘Gottes Formel’ zu finden ist:

“Haltet Wache mit mir, Engel, haltet heute mit mir Wache. Erlaubt, dass alle heiligen Gedanken Gottes mich umgeben und still bei mir sind, wenn der Sohn des Himmels geboren wird. Lasst die irdischen Klänge verstummen und lasst jeglichen Lärm schwinden. Lasst Christus in mir leuchten, wo er seine feste Bleibe hat. Und lasst Ihn die Worte sprechen, durch die meine Augen nur Gottes Liebe finden, wohin ich auch sehe und gehe. Öffnet Ihm mein Herz, denn Er ist heute in mir wiedergeboren.”

Je länger wir sprechen, desto friedlicher fühle auch ich mich. Was für eine tiefe Erfahrung... mein Intellekt kann das natürlich auch sofort einorden - hier ist das Gesetz der Resonanz am Werk: Wenn ich mich über die Göttliche Gegenwart mit jemandem unterhalte, über sie Fragen stelle, von Erlebnissen berichte und Erfahrungen austausche, Segen und Gebete spreche oder höre, wird Ihre Schwingung klarer in mir fühlbar sein.

Wie freue ich mich darauf, diese Schwingung eines Tages in uns allen als alltäglichem Zustand zu erleben.

“Sag deiner Seele, sie soll ihr schönstes Kleid tragen heute Abend. Sag ihr, es ist soweit: Die Sterne haben ihren Segen gegeben. Was nun geschieht, führt näher ans Licht.”

HANS KRUPPA

(Die Gottes Formel”, Lars Muhl)

Ich merke, dass unser Gespräch sich dem Ende nähert.

Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, wenn eine Begegnung ihren Sinn erfüllt hat - wie ein Gefäß, das bis zum Rad mit Wasser angefüllt wurde, und das nun zum Ausgeschenkt-Werden bereit ist.

Als ich aufgelegt habe, lehne ich mich für einen Moment in meinem Stuhl zurück und lasse meinen Blick in den dunklen Abendhimmel schweifen. Ich erinnere die Musik am Anfang unseres Gespräches. Sure On This Shining Night... Die Birken vor meinem Fenster bewegen sich leise im Wind. Mein Herz fühlt sich leicht an, und fast höre ich eine Melodie aus ihm herausströmen...

Ich lasse meinen Blick zurück ins Zimmer streifen und sehe meinen weißen Standspiegel. Ich erinnere die Praxis Der Spiegel der Seele... ich lächele, und frage mich, mit wem ich sie wohl demnächst einmal ausprobieren könnte…


Text: Naleea Landmann 
Photos: Anders Rye Skjoldjensen

Erwähnte Musik:

"Sure On This Shining Night", Morten Lauridsen

 “Adagio molto e cantabile“, Beethoven, 9th symphony:

Eine kürzere Fassung dieses Gespräches erschien im September 2020 im Engelmagazin.


 

HINWEIS: Der einzigartige Heilungsworkshop mit dem dänischen Autor, Mystiker und Musiker Lars Muhl wird nachgeholt: Und zwar vom 18. bis 21. März 2021!

Nähere Infos erhältst du von unserer Programmleiterin Marianne Nentwig: m.nentwig@seminar-orga.com
oder Tel: 089-6495 6902 / 0179-514 9637


 

© Tine Juel

Lars Muhl, geb. 1950 in Dänemark, war erfolgreicher Musiker, Sänger und Liedermacher. Heute lebt er als Visionär und Mystiker, geschätzter und inspirierender Autor, Redner und Sänger. Er hält Vorträge in der ganzen Welt, bietet Workshops an und leitet mit seiner Frau, der Autorin und Klangtherapeutin Githa Ben-David, ein Institut für Energie und Bewusstsein.

Mehr unter: larsmuhl.com

Sieben Verlage unter einem Dach - Kamphausen.Media aus Bielefeld mit den Imprints jkamphausen, Aurum, fischer&gann, Theseus, Lüchow, LebensBaum sowie der Tao.Cinemathek verlegt seit über 35 Jahren Bücher in den Themenbereichen Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Gesundheit, Meditation, Spiritualität und Psychologie. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg in seinen Talenten und seinem Bewusstsein, seinem Glück und seiner Essenz bestmöglich zu unterstützen.
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